Montag, 21. Oktober 2019

Anteil wird auf 70 Prozent steigen Fortum bei Uniper fast am Ziel

Zwei Jahre Kampf neigen sich dem Ende zu: Der finnische Versorger Fortum dürfte in Kürze bei Uniper seinen Anteil auf 70 Prozent aufstocken

Nach langem Tauziehen und heftigem Streit übernimmt der finnische Versorger Fortum den Energiekonzern Uniper. Fortum will von den aktivistischen Investoren Elliott und Knight Vinke für 2,3 Milliarden Euro Anteile von mehr als 20,5 Prozent an Uniper Börsen-Chart zeigen erwerben, wie Fortum am Dienstag mitteilte. Damit stiege der Anteil der Finnen an Uniper auf mehr als 70,5 Prozent. Voraussetzung sei, dass die Behörden in Russland und den USA die Transaktion freigeben.

Uniper stemmte sich zwei Jahre lang gegen eine Übernahme durch Fortum, da der Düsseldorfer Versorger eine Zerschlagung des Konzerns befürchtete. Das änderte sich unter dem neuen Uniper-Chef Andreas Schierenbeck, der ankündigte, das Kriegsbeil mit den Finnen begraben zu wollen. Uniper lehnte am Dienstag zunächst eine Stellungnahme ab.

Fortum versprach, bestehende Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge und sonstige Vereinbarungen sowie die Tarifzuständigkeit auf Arbeitgeberseite und das bestehende Mitbestimmungsniveau im Aufsichtsrat zu respektieren. Darüber hinaus werde Fortum im Rahmen der Transaktion Uniper nicht zu betriebsbedingten Kündigungen oder zur Verlegung des Firmensitzes aus Düsseldorf veranlassen.

"Ich stehe dafür ein, dass Fortum ein starker und zuverlässiger Eigentümer sein wird, der Uniper und seinen Mitarbeitern attraktive Perspektiven bietet", sagte Fortum-Chef Pekka Lundmark.

rei/Reuters

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