Harter Rückschlag für Versicherer Ergo verliert Bankpartner

Ergo-Zentrale in Düsseldorf: Unicredit verkauft in Deutschland künftig keine Ergo-Versicherungen mehr

Ergo-Zentrale in Düsseldorf: Unicredit verkauft in Deutschland künftig keine Ergo-Versicherungen mehr

Foto: DPA

Markus Rieß, Chef des Düsseldorfer Versicherungskonzerns Ergo, muss einen Rückschlag bei der Sanierung des zweitgrößten deutschen Retailversicherers hinnehmen. Die Deutschland-Tochter der Unicredit , die jahrzehntelang Ergo-Policen über ihre Schalter verkauft hatte, kooperiert künftig mit der Allianz . Lediglich die Kooperation in Österreich wird weiterlaufen.

Dies erfuhr manager-magazin.de aus Unternehmenskreisen. Beide Unternehmen wollen die Vertriebskooperation im Laufe des Nachmittages bekannt geben.

Bei der Ergo sind 170 Mitarbeiter betroffen, von denen die Allianz 70 übernehmen will. Rieß selbst spielt den Verlust des Bankpartners intern herunter, das Volumen der verkauften Policen sei in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

Dass die Verbindung zwischen der Ego-Gruppe und der Unicredit vor der Auflösung steht, deutete sich bereits im Spätsommer an, damals war der Deutschland-Chef der Italiener, Theodor Weimar, aus dem Ergo-Aufsichtsrat ausgeschieden und durch en einstigen Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter ersetzt worden. Über diese Rochade hatte manager magazin in der Oktober-Ausgabe berichtet.