Mittwoch, 20. November 2019

Fahrdienstvermittler in schwerer Krise Investoren werten Uber-Beteiligung drastisch ab

Uber-App

Die Krise beim Fahrdienstleister Uber wirkt sich nun unmittelbar auf die Bewertung des Unternehmens aus. Eine Reihe von Profi-Investoren korrigerte den Wert ihrer Uber-Anteile zuletzt deutlich nach unten. Die großen Fondsgesellschaften Vanguard, Principal, Hartford und T. Rowe Price nahmen im vergangenen Quartal Abschläge zwischen 12 und 15 Prozent vor, wie eine Auswertung ihrer Finanzberichte durch das "Wall Street Journal" zeigt.

Die US-Finanzzeitung deutet den Schritt als Zeichen, dass Ubers Affären und Skandale den Anlegern die Laune verderben könnten. Sexismus-Vorwürfe und Rechtskonflikte haben das wegen seiner aggressiven Firmenkultur ohnehin umstrittene Unternehmen stark in die Kritik gebracht.

Fahrdienstleister sucht Frau als Chefin - doch keine will den Job

Mitgründer und Chef Travis Kalanick trat unter dem Druck wichtiger Aktionäre ab, der größte Investor Benchmark Capital verklagte ihn sogar wegen angeblicher Misswirtschaft und Täuschung. Die Querelen erschweren es Uber, einen Nachfolger zu finden.

Der US-Sender CNBC berichtete unter Berufung auf Insider, dass Benchmark weiter versuche, Meg Whitman für den Spitzenjob zu gewinnen. Obwohl die Chefin von Hewlett Packard Enterprise erklärt hatte, für den Posten nicht bereitzustehen, sollen danach weiter Gespräche geführt worden sein.

Als weiterer Kandidat gilt Jeff Immelt, der jüngst als Chef bei General Electric zurücktrat. Benchmark soll rund 13 Prozent an Uber halten. Kalanick hat mit etwa 10 Prozent auch noch immer starken Einfluss im Verwaltungsrat.

nis/dpa-afx

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