Sonntag, 21. April 2019

Uber bekommt 3,5 Milliarden Dollar von Staatsfonds Saudi-Arabien wird Großaktionär von Uber

Uber-Fahrer in Los Angeles: Das Unternehmen wird jetzt auf 62,5 Milliarden Dollar taxiert

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat eine dicke Geldspritze aus Saudi-Arabien erhalten. Der staatliche Investmentfonds PIF beteiligte sich mit 3,5 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden Euro) an der letzten Finanzierungsrunde des mittlerweile mit 62,5 Milliarden Dollar bewerteten Unternehmens, wie Uber am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco mitteilte. PIF erhält also einen Anteil von 5 Prozent.

Zuvor hatte das Unternehmen in derselben Runde 1,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Laut der Plattform "Crunchbase" hat Uber seit 2009 insgesamt 14 Milliarden Dollar eingesammelt. Das saudische Investment ist demnach das mit Abstand größte. Einen Börsengang lehnt die Firma, die nach eigenen Angaben in Nordamerika inzwischen profitabel ist, bis dato ab.

Der Einstieg soll den Auftakt einer strategischen Partnerschaft darstellen und ist Teil des langfristigen Plans "Vision 2030", mit dem die Saudis sich unabhängiger von Einnahmen aus dem Ölgeschäft machen wollen. Vor kurzem hatten die Saudis dazu bereits eine Kooperation mit dem US-Industrieriesen General Electric Börsen-Chart zeigen vereinbart.

Als Teil des Abkommens mit Uber wird PIF-Manager Yasir Al Rumayyan einen Platz im Verwaltungsrat der Firma einnehmen. "Wir wissen das Vertrauen in unser Unternehmen beim Ausbau unserer globalen Präsenz zu schätzen", kommentierte Uber-Chef Travis Kalanick die Kooperation. Das Unternehmen wolle auch mit Saudi-Arabien zusammenarbeiten, "um deren wirtschaftliche und soziale Reformen zu unterstützen".

Der Nahe Osten und Nordafrika zählen zu Ubers am schnellsten wachsenden Märkten. 19.000 Fahrer sind dort inzwischen laut eigenen Angaben für das Unternehmen im Einsatz. In Saudi-Arabien ist Uber seit 2014 vertreten. Die Firma steht bei Investoren schon lange hoch im Kurs.

Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass der weltgrößte Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen als strategischer Partner einsteigt. Volkswagen Börsen-Chart zeigen beteiligt sich an dem weniger bekannten israelischen Startup Gett. General Motors wiederum hatte zuvor bereits Anteile von Ubers größtem Wettbewerber Lyft übernommen. Auch Apple Börsen-Chart zeigen ist in der Branche aktiv.

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ak/dpa-afx

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