Donnerstag, 12. Dezember 2019

"Top 100" - Die innovativsten Mittelständler Deutschlands Das sind die Innovations-Champions im Mittelstand

Top 100: Die innovativsten Mittelständler Deutschlands 2019
KD Busch/compamedia

Sie sind der Erfolgsmotor der Wirtschaft: Die über 99 Prozent aller deutschen Unternehmen, die zum Mittelstand zählen. Sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung, stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und rund 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit. Das in aller Welt bewunderte Label "Made in Germany" ist im Wesentlichen ein Produkt kleiner und mittlerer Unternehmen.

Doch um in Zeiten der globalen Vernetzung und des Siegeszugs digitaler Technologien vorn zu bleiben, muss sich der Mittelstand immer neu positionieren. Wie die Besten der Besten das machen, illustriert der Wettbewerb "Top 100". Das manager magazin stellt die Sieger des Jahres 2019 vor - und ruft dazu auf, sich jetzt schon für die nächste Runde zu bewerben.

Der Wettbewerb
Innovationen
Sind Innovationen im Mittelstand Zufall oder Plan? Und wie wandeln die Unternehmen ihre Ideen in Markterfolge um? Das sind zentrale Fragen des Innovationswettbewerbs TOP 100. Zum 27. Mal können sich Unternehmen in drei Größenklassen für das TOP 100-Siegel bewerben. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2019.
Gründer
Nikolaus Franke, Gründer und Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien, analysiert zusammen mit seinem Team die Bewerbungen. Beurteilt werden der Erfolg der Innovationen am Markt, die Innovationsförderung durch das Top-Management, das Innovationsklima, Prozesse und Organisation sowie die Offenheit des Unternehmens für externe Partner und Kunden.
Jury
Eine hochkarätige Jury, unter anderem mit Consulting-Legende Roland Berger, Professorin und Multiaufsichtsrätin Ann-Kristin Achleitner sowie den Unternehmern Hubertus Bessau und Lars Hinrichs, wählt dann zusätzlich den "Innovator des Jahres" in jeder Größenklasse. Die Auszeichnung wird auf dem Deutschen Mittelstandssummit am 19. Juni 2020 vergeben. Interessierte Firmen können sich ab sofort hier bewerben https://www.top100.de/.

Was die Innovationsführer auf den ersten Blick vom Durchschnitt unterscheidet, ist die große Hingabe des Topmanagements an die kontinuierliche Verbesserung der Produkte oder Dienstleistungen. Fast ein Drittel ihrer Arbeitszeit widmen die Unternehmenschefs - zu 65 Prozent Familienunternehmer - dem Thema Innovation, erläutert Studienautor Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien: "Sie formulieren Ziele, priorisieren, passen Projekte in die Gesamtstrategie ein, kümmern sich um die Zusammenstellung der Teams und den Projektfortschritt. Vor allem aber helfen sie, interne Widerstände zu überwinden."

Agile Methoden sind schon Standard

Der Einfluss des Topmanagements sorgt für einen überdurchschnittlichen Ressourceneinsatz: Die Top 100-Unternehmen verwenden im Schnitt 16,5 Prozent ihres Umsatzes für Innovationen, bei allen kleineren und mittleren Unternehmen sind es nur 3,1 Prozent. Auch das interne Klima, die Kreativität, der Lernwille und die Dynamik sind messbar höher als in der Breite des deutschen Mittelstandes. Viele Ideen entstehen in der Mitarbeiterschaft selbst, zum Beispiel indem diese einen Teil ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte verwenden dürfen, die in Zusammenhang mit den Innovationsthemen ihres Arbeitgebers stehen.

Die innovativsten Mittelständler haben auch ihre Prozesse im Griff. Die Entscheidungswege sind kurz, Prozessabfolgen flexibel, Fortschritte werden permanent gemessen. Agile Methoden wie "Rapid Prototyping" und "Design Thinking" gehören längst zum methodischen Standardbaukasten. Kunden und externe Partner werden intensiv in die Innovationsprozesse einbezogen.

Unter diesen Bedingungen erzielen die "Top 100" beeindruckende Erfolge. Ihre Gruppe umfasst 59 nationale Marktführer und 24 Weltmarktführer. Die 262 Firmen meldeten zwischen 2015 und 2017 knapp 2.700 nationale und internationale Patente an. Mehr als ein Drittel ihres Umsatzes erzielen sie durch Marktneuheiten oder innovative Verbesserungen. Ihr Umsatzwachstum lag zuletzt durchschnittlich 24 Prozentpunkte uber dem Branchenwert.

Rund 70 Prozent der "Top 100" passten in den vergangenen drei Jahren sogar ihr Geschäftsmodell innovativ an. Die Unternehmen beabsichtigen, im Zeitraum 2018 bis 2020 rund 18.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, das entspricht einem Mitarbeiterwachstum von 19 Prozent. Die Gesamtkosten konnten durch Innovationen um im Schnitt 8,5 Prozent gesenkt werden.

"Top 100"-Wettbewerb: Bewerben können Sie sich hier.

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung