Sonntag, 17. November 2019

Prozess um Betrug bei Deutschlands größtem Schlachter Fleisch falsch abgewogen - Millionen ergaunert?

Tönnies-Zentrale im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück

Drei Angestellte des größten deutschen Schlachtbetriebes Tönnies sollen das Unternehmen durch jahrelange Betrügereien um fast vier Millionen Euro geschädigt haben. Die drei Mitarbeiter im Alter zwischen 27 und 34 Jahren müssen sich ab dem 25. Juli wegen des Vorwurfs des bandenmäßigen Betruges vor dem Landgericht Bielefeld verantworten, wie das Gericht mitteilte.

Die Angestellten waren laut Anklage bei Tönnies für die Annahme von Lieferungen und das Wiegen des Fleisches verantwortlich. Das sollen sie ausgenutzt haben, um zwischen 2016 und 2019 in insgesamt 1788 Fällen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern zweier polnischer Firmen die Gewichtsangaben zu manipulieren.

Dabei sei jeweils ein gegenüber der tatsächlichen Lieferung um zwei Tonnen überhöhtes Warengewicht ausgewiesen worden, heißt es in der Anklage. Die Angeklagten sollen laut Staatsanwaltschaft für die Manipulationen insgesamt 250.000 Euro erhalten haben.

dpa-afx

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