Sonntag, 25. August 2019

Nach gescheiterter Fusion mit Tata Thyssenkrupp will sich von Stahlchef trennen

Andreas J. Goss, Vorstandsvorsitzender der Thyssenkrupp Steel Europe.
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Andreas J. Goss, Vorstandsvorsitzender der Thyssenkrupp Steel Europe.

Bei Thyssenkrupp steht nach dem Aus der Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata der langjährige Chef der Stahlsparte, Andreas Goss, vor der Ablösung. Derzeit würden mit Goss "Gespräche zur Auflösung seines Vertrags geführt", teilte Thyssenkrupp am Montagabend mit. Die Gespräche seien noch nicht beendet. Zuvor hatte die "WAZ" (Dienstagausgabe) über die bevorstehende Trennung von Goss berichtet.

Goss ist seit 2014 Chef der Stahlsparte von Thyssenkrupp. Er sollte das Gemeinschaftsunternehmen mit Tata führen. "Da das Joint Venture mit Tata Steel nicht zustande kommen kann, geht es nun darum, Thyssenkrupp Steel Europe zukunftsfähig aufzustellen", erklärte Thyssenkrupp weiter. Die Gespräche mit Goss stünden in diesem Zusammenhang. Ergebnisse stünden unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

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Thyssenkrupp hatte die Stahlfusion mit Tata nach Gegenwind aus der EU-Kommission gestoppt. Zugleich blies Konzernchef Guido Kerkhoff die geplante Aufspaltung des Konzern in zwei eigenständige Aktiengesellschaften ab. Entgegen den ursprünglichen Plänen bleibt der Stahl ein Kernbereich des Konzerns.

rei/dpa

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