Dienstag, 12. November 2019

Gebote für Aufzugsparte Kone strebt bei Thyssenkrupp offenbar Deal mit Finanzinvestoren an

246 Meter hoher Thyssenkrupp-Testturm für Fahrstühle in Rottweil (Baden-Württemberg)
picture alliance/dpa
246 Meter hoher Thyssenkrupp-Testturm für Fahrstühle in Rottweil (Baden-Württemberg)

Im Bieterkampf um das Aufzuggeschäft von Thyssenkrupp hat der finnische Branchenvertreter Kone offenbar die Erwartungen mit seinem Gebot enttäuscht. Das Unternehmen habe mit 15 Milliarden Euro eine bis zwei Milliarden weniger als Finanzinvestoren geboten, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstagabend unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise.

Kone habe aber noch die Gelegenheit, die Offerte nachzubessern, heißt es in dem Bericht. Kone erklärte, der Konzern äußere sich nicht zu Spekulationen. Es gebe nach Auffassung Kones aber Möglichkeiten für eine Konsolidierung in der Branche und Kone sei interessiert, sich daran zu beteiligen.


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Um die Fonds von einem Angebot abzuhalten, soll Kone dem Bericht zufolge den Fonds im Gegenzug Geschäftsteile der Thyssenkrupp-Sparte angeboten haben, von denen sich Kone im Fall einer Übernahme ohnehin trennen müsste.

Bei einem Treffen habe Kone gesagt, dass das eigene Geschäft in Deutschland und Teile in anderen europäischen Ländern verkauft werden könnten. Bedenken der Kartellhüter würden damit im Vorfeld ausgeräumt, habe ein Insider geäußert.

Der kriselnde Ruhrkonzern Thyssenkrupp will mindestens Teile seiner lukrativen Aufzugssparte an die Börse bringen oder verkaufen. Experten schätzen den Wert des Geschäfts auf zwölf bis 17 Milliarden Euro. Insider hatten in der Vergangenheit berichtet, im Rennen um das Geschäft sei neben Kone auch der japanische Aufzugshersteller Hitachi, die Finanzinvestoren Blackstone, CVC und Carlyle sowie ein Konsortium aus Advent, Cinven und der Abu Dhabi Investment Authority.

rei/dpa/Reuters

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