Montag, 22. April 2019

Elon Musk konkretisiert "Masterplan II" Tesla will elektrischen Lastwagen im September vorstellen

Elon Musk: Auf Expansionskurs

Tesla -Chef Elon Musk drückt bei der Entwicklung elektrischer Lastwagen aufs Tempo: Bereits im September soll das erste Modell der Öffentlichkeit präsentiert werden, kündigte der Tech-Milliardär am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter an. Zudem werde Tesla in den nächsten 18 bis 24 Monaten seinen ersten elektrischen Pick-up-Truck enthüllen.

Musk hatte Mitte 2016 in einem "Master Plan zwei" genannten Strategiepapier verkündet, in Zukunft auch Lastwagen und Busse bauen zu wollen. Damals hatte es aber noch geheißen, die Fahrzeuge seien im frühen Stadium der Entwicklung. "Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht", schrieb Musk jetzt.

Sein langfristiger Plan sieht auch den Aufbau einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge vor, die als Roboter-Taxis und -Transporter den Verkehr revolutionieren sollen. In seinem ersten Strategiepapier hatte Musk vor über zehn Jahren die Entwicklung des Unternehmens bis hin zu einem günstigeren Modells für den Massenmarkt vorgezeichnet.

Dieser Plan wurde bereits weitgehend umgesetzt: Der Mittelklasse-Stromer "Model 3" soll im September in die Serienfertigung starten und dann zum Preis von etwa 35 000 Dollar die Elektromobilität von der Nische in den Mainstream bringen. Es gibt bereits Hunderttausende Vorbestellungen.

Auch bei den Anlegern ist die Euphorie um Tesla Börsen-Chart zeigen riesig. Der Börsenwert der Musk-Firma überstieg den des gemessen am Absatz zweitgrößten US-Autobauer Ford und schloss zum Marktführer General Motors (GM) auf. Dabei hat Tesla seit Gründung 2003 noch nie einen Jahresgewinn gemacht und 2016 lediglich gut 76 000 Autos ausgeliefert. Bei GM waren es rund zehn Millionen.

Musk reagiert mit den Ankündigungen auch auf die jüngste Kritik von Investoren. Eine Gruppe mächtiger Tesla-Investoren will die Rolle von Unternehmenschef Elon Musk bei dem US-Elektroautohersteller begrenzen. Sie fordern, zwei unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat von Tesla zu berufen, die "weder persönliche noch berufliche Beziehungen" zu Musk hätten.

In einem Schreiben, welches der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag, beanstanden die Großanleger, dass fünf der sieben derzeitigen Mitglieder des Gremiums derartige Verbindungen zum Firmengründer hätten. Ein "wirklich unabhängiger" Verwaltungsrat müsse aber ein "Gegengewicht" zum Unternehmenschef für den Fall sein, dass bei Tesla Börsen-Chart zeigen etwas schieflaufe.

Die Investorengruppe besteht nach eigenen Angaben unter anderem aus Rentenfonds der Stadt New York und des Bundesstaats Connecticut und hat langfristig in Aktien des Elektroautobauers angelegt. Die Gruppe fordert bis zum 24. April eine Antwort auf ihre Forderung.

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