Samstag, 25. Januar 2020

"Wall-Street-Journal"-Bericht lässt T-Mobile-Aktie nachgeben Softbank will Telekom-Star Legere an Wework-Spitze holen

T-Mobile-Manager John Legere

Der japanische Technologieinvestor Softbank will einem Bericht zufolge mit einer spektakulären Personalie den angeschlagenen Büroraum-Anbieter Wework auf Vordermann bringen. Softbank-Chef Masayoshi Son hat es dabei auf niemand Geringeren als den zuletzt sehr erfolgreichen Chef der amerikanischen Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile-US John Legere abgesehen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der 61-jährige Legere hat T-Mobile US in den vergangenen Jahren zur Ertragsperle im Telekom-Konzern gemacht und steht kurz vor der Fusion mit dem Konkurrenten Sprint. Beim ehemaligen deutschen Staatskonzern hat allerdings besonders der Stil des US-Managers zuletzt für Unmut gesorgt. Unter anderem sorgte seine Vergütung von 66,5 Millionen Dollar allein in 2018 für Kopfschütteln. Es herrscht Kulturkampf: Bonn gegen USA.

Das könnte seinen Wechsel befeuern. Dem Bericht zufolge ist es noch unklar, ob es Son gelingt, Legere von einem Wechsel zu überzeugen oder ob nicht doch noch ein anderer Kandidat den Vorzug erhält.


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An der Börse sorgte der Bericht für Verunsicherung unter den den T-Mobile-US-Aktionären. Die Anteile des US-Mobilfunkers, von denen etwas mehr als 60 Prozent der Deutschen Telekom gehören, büßten bis zu vier Prozent ein, konnten sich zuletzt aber wieder etwas erholen.

Softbank muss für das einstige Vorzeige-Start-up Wework dringend einen neuen Chef finden. Zuletzt hatte es schlechte Nachrichten gehagelt. So scheiterte der Börsengang, die Bewertung krachte zusammen und das Geld wurde knapp - bis Softbank weitere Milliarden Dollar in das Unternehmen pumpte und seitdem die Mehrheit besitzt.

dpa-afx

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