Streit um Kapitalerhöhung Telecom-Italia-Chef Bernabè tritt zurück

Der Chef der angeschlagenen italienischen Telecom Italia , Franco Bernabè, wirft das Handtuch. Hintergrund für den Rücktritt ist offenbar, dass sich der Manager mit dem Plan einer Kapitalerhöhung nicht durchsetzen konnte. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Telecom Italia: Verwaltungsratschef Franco Bernabè ist am Donnerstag zurückgetreten

Telecom Italia: Verwaltungsratschef Franco Bernabè ist am Donnerstag zurückgetreten

Foto: REUTERS

Mailand - Der Verwaltungsratschef der hoch verschuldeten Telecom Italia, Franco Bernabè, wirft das Handtuch. Einen Grund für den Rücktritt des Managers nannte das Unternehmen am Donnerstag nicht.

Sein Ausscheiden könnte aber einen Strategiewechsel des Konzerns einleiten. Bernabe hatte sich für eine Kapitalerhöhung eingesetzt, um eine Herabstufung der Telecom Italia-Atkien  auf Ramschniveau zu verhindern. Intern stieß dieser Plan jedoch auf Widerstand.

Telecom Italia macht die Wirtschaftskrise in der Heimat sowie Schulden von 29 Milliarden Euro zu schaffen. Als Bernabes Nachfolger wird mit der Situation vertrauten Personen zufolge der für das operative Geschäft zuständige Marco Patuano gehandelt. Unlängst hatte die spanische O2-Mutter Telefonica  angekündigt, ihr Engagement bei dem italienischen Konkurrenten auszubauen.

Berichte über ein bevorstehendes Ausscheiden Bernabes hatten Anfang der Woche den Aktienkurs des Unternehmens in die Höhe getrieben. Am Freitag notierte das Papier 1,7 Prozent im Plus.

rei/rtr

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