Freitag, 20. September 2019

Konkurrenz durch Uber und Co. Taxiverkehr in San Francisco bricht um 65 Prozent ein

Erbitterter Kampf: Taxi-Fahrer wehren sich weltweit gegen den Fahrdienst Uber
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Erbitterter Kampf: Taxi-Fahrer wehren sich weltweit gegen den Fahrdienst Uber

Die Sorgen der deutschen Taxifahrer wegen der Konkurrenz durch Uber, Lyft und Co. sind offenbar begründet: In San Francisco ist der Taxiverkehr wegen der privaten Fahrdienste eingebrochen. Darunter leidet vor allem eine Bevölkerungsgruppe.

Hamburg - In San Francisco haben die Taxifahrer den Kampf gegen private Fahrdienste wie Uber offenbar bereits verloren. In den vergangenen 15 Monaten ist der Verkehr in den "Yellow Cabs" um satte 65 Prozent eingebrochen, wie die städtische Transportbehörde mitteilte.

Die neuen Fahrdienste "haben das Transportwesen in San Francisco dramatisch verändert", zitiert das Online-Portal "SF Gate" die städtische Taxi-Beauftrage Kate Toran. Die Entwicklung spiegelt sich in der immer schwächeren Auslastung der Taxis. Laut "SF Gate" sank die Zahl der monatlichen durchschnittlichen Fahrten eines Taxis in San Francisco zudem von 1424 im März 2012 auf 504 im Juli 2014.

Dem Bericht zufolge leiden vor allem Gehbehinderte unter dem Trend. Vor allem Taxis, die Rollstuhlfahrer befördern können, gebe es wegen des Kostendrucks durch Uber und Co. immer weniger. Die Stadt versucht den Taxifahrern unter die Arme zu greifen, indem sie Rollstuhl-Taxis bezuschusst und Regulierungen lockert.

Uber liegt im Dauerclinch mit Kommunen und Taxiverbänden

In Deutschland versucht Uber seit einigen Monaten Fuß zu fassen und befindet sich dabei in einem juristischen Dauerkrieg mit den Taxifahrern und Kommunen. Zuletzt hatte Uber einen Erfolg erlangt: Das Landgericht Frankfurt hatte gestern seine einstweilige Verfügung gegen Uber aus dem August aufgehoben, weil es keine Notwendigkeit mehr sah, den Streit im Eilverfahren zu entscheiden.

Damit darf das kalifornische Unternehmen nun etwa über seinen Dienst UberPop in Deutschland Fahrgäste an private Fahrer vermitteln. Dies war Uber zuvor unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro pro Fahrt untersagt worden.

mit dpa-afx

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