Im Alter von 64 Jahren Ehemaliger Swiss-Re-Chef Lippe stirbt an Covid-19

Stefan Lippe: Der Deutsche führte die Swiss Re von 2009 bis 2012

Stefan Lippe: Der Deutsche führte die Swiss Re von 2009 bis 2012

Foto: DPA

Der ehemalige Chef von Swiss Re , Stefan Lippe, ist im Alter von 64 Jahren an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das geht aus mehreren Todesanzeigen hervor, die am Freitag in der Schweizer Tageszeitung "Neue Zürcher Zeitung " erschienen sind. Er sei von einem heimtückischen Virus völlig unerwartet aus seinem Leben gerissen worden, heißt es in den Anzeigen, aus denen mehrere Schweizer Zeitungen zitieren.

Lippe hat fast 30 Jahre für den nach der Munich Re  zweitgrößten Rückversicherer er Welt gearbeitet. Anfang 2009 war er an die Spitze gerückt, nachdem sich der Konzern unter seinem Vorgänger Jacques Aigrain mit hochriskanten Wertpapieren verspekuliert hatte und 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht war.

Der legendäre US-Investor Warren Buffett griff den Schweizern daraufhin mit drei Milliarden Franken Kapital unter die Arme. Lippe war maßgeblich für die Neuausrichtung des Geschäfts verantwortlich - die Konzentration auf das angestammte Rückversicherungsgeschäft.

Im Jahr 2012 verabschiedete Lippe sich mit 56 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand. "Nachdem der Turnaround nun geschafft ist, beginnt für die Swiss Re mit ihrer neuen Struktur und der überarbeiteten Strategie auch eine neue Ära", erklärte der Deutsche damals. Der damalige Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz bedauerte seine Entscheidung.

Nach seiner Laufbahn bei Swiss Re wurde Lippe in den Verwaltungsrat des französischen Versicherungskonzerns Axa gewählt. Dem Aufsichtsgremium gehörte er bis zuletzt an.

mg
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.