Studie "Euro 500" Europas Konzerne verdienen erneut weniger

Ergebnis der jährlichen Studie "Euro 500" des manager magazins: Die Gewinne der Konzerne in Europa sanken 2012 schon zum zweiten Mal in Folge. Der Börsenwert der Unternehmen dagegen stieg kräftig an. Aus Deutschland findet sich nur ein Vertreter unter den Top Ten Europas.
Shop von Hugo Boss in New York: Der Modekonzern ist Deutschlands einziger Vertreter an der europäischen Spitze

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Foto: Getty Images

Hamburg - Europas Konzerne haben 2012 deutlich weniger verdient als im Jahr davor. Damit sinken die Gewinne der 500 größten europäischen Börsenfirmen zum zweiten Mal in Folge. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Euro 500" des manager magazins, einer Performanceanalyse der 500 wichtigsten europäischen Aktiengesellschaften. Die komplette Rangliste veröffentlicht das Hamburger Wirtschaftsmagazin in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe (18. Oktober 2013).

Die Gewinne der 500 größten börsennotierten Firmen Europas sanken 2012 um etwas mehr als 15 Prozent von 451 auf 380 Milliarden Euro. 2010 hatten die 500 größten Aktiengesellschaften Europas noch einen Gewinn von 514 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Börsenwert der Unternehmen ist dagegen kräftig angestiegen und wuchs bis Ende September um rund 16 Prozent auf insgesamt 7751 Milliarden Euro (Vorjahr 6684 Milliarden Euro).

Die absoluten Spitzenresultate erzielten in diesem Jahr die britischen Unternehmen. Allein sechs der zehn am besten platzierten Firmen kommen aus Großbritannien, darunter die Nummer eins und zwei des aktuellen Rankings, das Immobilienportal Rightmove und der Finanzdienstleister Hargreaves Landsown.

Dennoch können sich die deutschen Firmen gut behaupten und stellen mit dem auf Rang acht platzierten schwäbischen Modelabel Hugo Boss  auch ein Top-Ten-Unternehmen. Sechs deutsche Firmen finden sich unter den 50 am schlechtesten platzierten Unternehmen; der Stromriese RWE  (Rang 451), die Deutsche Bank  (Rang 466), die beiden Stahlkonzerne ThyssenKrupp  (Rang 469) und Salzgitter  (Rang 471) sowie die Commerzbank  (Rang 491).

Die manager-magazin-Analyse "Euro 500" ist die umfassendste Untersuchung europäischer Unternehmen. Erstellt wird die jährliche Studie von Professor Bernhard Pellens, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Unternehmensrechnung an der Ruhr-Universität Bochum, und der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Deloitte.

Untersucht wurden die 500 größten Börsenfirmen Europas, geordnet nach Marktkapitalisierung (Börsenwert) und Streubesitz (free float). Die mm-Experten nehmen sowohl fundamentale Firmenkennziffern wie die Eigen- und Gesamtkapitalrendite als auch die Aktienkursentwicklung der Unternehmen unter die Lupe.

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