Donnerstag, 23. Mai 2019

Streik bei Bahn und S-Bahn Bundesweiter Bahnstreik nach vier Stunden beendet

Streik bei Bahn und S-Bahn: Verspätungen und Zugausfälle am Montag

Nach vier Stunden rollen die Züge wieder: Mit dem Beginn des Berufsverkehrs waren am Montag in den frühen Morgenstunden die Warnstreiks der Bahn-Gewerkschaft EVG angelaufen. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass der Fernverkehr in Bayern komplett eingestellt werden musste. Darüber hinaus war es zu massiven Einschränkungen bundesweit gekommen.

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Bild: REUTERS

Mittlerweile hat die Gewerkschaft ihren Warnstreik beendet. Das sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft am Montag. Kunden müssen nach Bahnangaben aber noch den ganzen Tag mit Einschränkungen rechnen, vor allem im Fernverkehr. "Die Wucht des Streiks macht deutlich, wie groß die Verärgerung der Kollegen darüber ist, dass weiter kein abschlussfähiges Angebot vorliegt", sagte der Gewerkschaftssprecher. Sobald die Bahn schriftlich ein verbessertes Angebot vorlege, sei die EVG bereit, die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen.

Vom Streik waren Bayern und der Südwesten laut EVG stark betroffen. Auch in anderen Regionen Deutschlands kam es zu Beeinträchtigungen. In vielen Großstädten fuhren auch die S-Bahn-Verkehr nur zum Teil.

Die EVG hatte angekündigt, mit einem bundesweiten Streik S-Bahnen wie auch Regional- und Fernzüge lahmlegen zu wollen. Der Ausstand sollte bis 09.00 Uhr dauern. Die Auswirkungen würden sich voraussichtlich über den Tag hinziehen. Auch die Güterbahn war betroffen. Hintergrund sind die vorerst gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen der Eisenbahn- und Transportgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn.

Diese hat den Warnstreik als völlig unnötig kritisiert, da man in den Verhandlungen vorangekommen sei. EVG-Bundesgeschäftsführer Torsten Westphal erklärte, die Gewerkschaft kehre an den Verhandlungstisch zurück, "wenn die DB AG deutlich macht, ernsthaft mit uns verhandeln zu wollen".

la/dpa

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