Madrid hofft auf Milliardenerlös Spanien sucht Käufer für weltgrößten Flughafenbetreiber

Die Staatsfirma Aena ist an mehr als 60 Flughäfen beteiligt - und betreibt unter anderem die Airports in Madrid, Barcelona und Palma de Mallorca. Der Teilverkauf soll mindestens 2,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen.
Und ab dafür: Ein Flugzeug hebt ab vom Flughafen Madrid Barajas. Deren Betreiber soll jetzt zum Teil privatisiert werden.

Und ab dafür: Ein Flugzeug hebt ab vom Flughafen Madrid Barajas. Deren Betreiber soll jetzt zum Teil privatisiert werden.

Foto: © Sergio Perez / Reuters/ REUTERS

Die spanische Regierung startet einen neuen Anlauf für eine milliardenschwere Teilprivatisierung des weltgrößten Flughafenbetreibers Aena. Der hoch verschuldete Staat will sich von bis zu 49 Prozent an dem Unternehmen trennen, das an 46 Flughäfen im Inland und mehr als 20 im Ausland beteiligt ist, wie Verkehrsministerin Ana Pastor am Freitag mitteilte. 28 Prozent sollen an der Börse, 21 Prozent an langfristig interessierte Investoren verkauft werden.

Branchenexperten zufolge könnte die Regierung damit rund 2,2 Milliarden Euro erlösen. Zwar werde Aena bei dem Börsengang wohl mit 16 Milliarden Euro bewertet, der hohe Schuldenberg von 11,5 Milliarden Euro führe unter dem Strich aber zu geringeren Einnahmen.

Der Regierung dürfte helfen, dass das Unternehmen, das unter anderem den Großflughafen Madrid-Barajas sowie Airports in Barcelona, Sevilla, Palma de Mallorca und Ibiza betreibt, im vergangenen Jahr erstmals Gewinne schrieb.

Frühere Pläne für eine Teilprivatisierung scheiterten, weil in der Regierung die Schließung von defizitären Flughäfen befürchtet wurde. Auch diesmal sind einige Regierungsvertreter dagegen, dass sich der Staat von Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen trennt. Einige spanische Regionen wollen zudem am Betrieb der Flughäfen beteiligt bleiben, um Gebührenerhöhungen zu verhindern.

soc/reuters
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