Sonntag, 31. Mai 2020

Nach dem erfolgreichen Falcon-Heavy-Start So stark sind Elon Musks Raketen im Vergleich

2. Teil: Diese Raketen könnten die Falcon Heavy bald übertreffen

"Viel Glück SpaceX für den Falcon-Heavy-Launch morgen - ich hoffe auf einen schönen, symbolträchtigen Flug." Allzu feurig scheint die Konkurrenz zwischen den beiden milliardenschweren Raumfahrtunternehmern der USA noch nicht zu sein, zumindest meldete sich Jeff Bezos noch am Montag via Twitter mit guten Wünschen für den Falcon-Heavy-Start zu Wort. Bezos zieht es allerdings auch selbst in die Sterne: Sein Unternehmen Blue Origin arbeitet ebenfalls an wiederverwertbaren Raketen.

Für das Jahr 2020 erwartet die Branche den Erstflug der Blue-Origin-Rakete "New Glenn" - sie soll bis zu 45 Tonnen in einen erdnahen Orbit schießen können. 2020 möchte auch die NASA das "Space Launch System" (SLS) debütieren, das das 2011 beendete Space-Shuttle-Programm ersetzen soll. Je nach Konfiguration soll das SLS 70 oder 130 Tonnen transportieren können. Über 120 Tonnen peilen auch China und Russland an - deren neue Raketen "Langer Marsch 9" und "Energia-5V" werden allerdings erst Ende des Jahrzehnts erwartet.

Für SpaceX selbst ist die Falcon Heavy noch nicht das Ende der angepeilten Fahnenstange: Um Elon Musks erdachte Entdeckungs- und schließlich Kolonisierungsmissionen zum Mars durchführen zu können, arbeitet das Unternehmen bereits an einer Rakete mit dem Codenamen "BFR": B steht für Big, R für Rocket, F entweder für Falcon oder aber ein beliebtes amerikanisches Schimpfwort. Die BFR soll, so Tesla, irgendwann Falcon 9, Falcon Heavy und die Dragon-Kapseln des Unternehmens ablösen - und bei der Nutzlast in einer Liga mit dem bisherigen Spitzenreiter Saturn V spielen.

Seite 2 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung