Montag, 21. Oktober 2019

Rekord für Schweizer Uhrenriesen So verkaufte Swatch in sechs Monaten mehr Uhren als je zuvor

Die "Bellyma Sky Blue" - eine Uhr aus dem Hause Swatch: Dem Konzern geht es besser denn je.

2. Teil: Die Zukunft gehört den gebrauchten Edel-Uhren

Es verwundert nicht, dass Swatch angesichts des erfreulichen Geschäftsverlaufs auch zuversichtlich nach vorne blickt. Der Monat Juli setzt den sehr positiven Trend fort, so das Unternehmen. Das zweite Halbjahr biete "große Möglichkeiten für weiteres starkes Wachstum und den Ausbau von weiteren Marktanteilen".

Große Hoffnung setzt der Weltmarkführer auf das Kundensegment der Millenials sowie auf den Trend zum Kauf von sogenannten "pre-owned" oder gebrauchten Edel-Uhren und Vintage- Produkten. "Dies ist eine immense Opportunität für die 18 Marken der Swatch-Gruppe", so Konzernchef Hayek. Im zweiten Halbjahr sollen unter anderem Uhren, die im Stil der 1970er Jahre gestaltet seien, und andere Klassiker mit neuer Technologie versehen auf den Markt kommen.

"Die Zahlen sind sehr stark und die Firma gewinnt klar an Marktanteilen. Sie profitiert vom starken Aufschwung in Asien, wo sie eine einzigartige Stellung hat", urteilte Jon Cox von Kepler Cheuvreux.

Swatch habe die Schweizer Uhrenexporte, die in den ersten fünf Monaten um rund zehn Prozent gestiegen sind, klar übertroffen. Der jüngste Branchentrend mit einem guten Wachstum im Großraum China deute darauf hin, dass die Schweizer Uhrenindustrie auch im zweiten Halbjahr auf Wachstumskurs bleibe, erklärte Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Christoph Rottwilm auf Twitter

An der Börse sorgten die guten Nachrichten bei den Swatch-Aktien für Kursgewinne - jedenfalls zunächst. Im Handelsverlauf drehte das Papier des Uhrenkonzerns ins Minus. Zuletzt notierte die Swatch-Aktie an der Schweizer Börse etwa 1,9 Prozent schwächer als am Vortag bei 464,40 Franken.

Swatch ist allerdings mit einem Kursplus von rund 17 Prozent im laufenden Jahr die Aktie mit dem stärksten Kursanstieg unter den Bluechips in der Schweiz. Zum Vergleich: Der Leitindex SMI hat seit Jahresanfang mehr als 5 Prozent eingebüßt.

Mit Material von Nachrichtenagenturen

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