Dienstag, 12. November 2019

Fusion der Zugsparten Siemens und Alstom wollen Fusion mit Zugeständnissen retten

Hochgeschwindigkeitszug Velaro Novo: Siemens strebt weiterhin eine Bahn-Ehe mit Alstom an

Siemens und Alstom haben der EU-Kommission Kreisen zufolge neue Zugeständnisse für die Fusion ihrer Zugsparten angeboten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen berichtete, haben der deutsche und der französische Konzern der Brüsseler Behörde den Verkauf von mehreren Geschäftsteilen im Bereich der Signaltechnik sowie längere Lizenzvereinbarungen offeriert.

Zuvor hatte sich ein Scheitern der Fusion abgezeichnet. Die EU-Kommission fürchtet um den Wettbewerb, wenn die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE zusammengehen - sowohl bei den Zügen als auch bei der Signaltechnik.

Ob das Geschäft jetzt gelingt, sei unklar, berichtete Bloomberg weiter. Sprecher der beiden Konzerne sowie der Europäischen Kommission hättem die Angelegenheit nicht kommentieren wollen.

Die Aktien von Alstom wurden von dem Bericht beflügelt und legten zuletzt um 4,5 Prozent zu. Siemens-Titel reagierten hingegen kaum und gewannen knapp 2 Prozent.

la/dpa-afx

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung