Nach Rosenfeld und Hauck Schaeffler sucht schon wieder einen Finanzchef - und enttäuscht Anleger

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann: Ex-Finanzchef Klaus Rosenfeld ist jetzt Chef, und Nachfolger Ulrich Hauck will nicht verlängern. Nun braucht Schaeffler erneut einen Finanzchef

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann: Ex-Finanzchef Klaus Rosenfeld ist jetzt Chef, und Nachfolger Ulrich Hauck will nicht verlängern. Nun braucht Schaeffler erneut einen Finanzchef

Foto: DPA

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler muss nach gut zwei Jahren wieder einen neuen Finanzvorstand suchen. Der erst seit April 2015 amtierende ehemalige Bayer-Manager Ulrich Hauck habe gebeten, seinen 2018 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, teilte das Unternehmen aus Herzogenaurach am Mittwoch Abend mit. "Über eine Nachfolge wird zeitnah entschieden."

Hintergrund: Welkende Träume - Krisensymptome bei Schaeffler

Vor Haucks Amtsantritt hatte Vorstandschef Klaus Rosenfeld das Finanzressort vorübergehend selbst geführt. Hauck war vor seiner Tätigkeit für den Continental-Großaktionär Schaeffler mehr als elf Jahre für das Rechnungswesen und Controlling bei Bayer  verantwortlich.

Aktie stark unter Druck - Zwischenbericht enttäuscht

Am Donnerstag legte Schaeffler zudem seinen Zwischenbericht vor - und enttäuschte damit die Anleger. Die Aktien fielen um 6,5 Prozent auf 14,96 Euro und zählten im MDax damit zu den Schlusslichtern. "Die Margen im Autogeschäft haben enttäuscht", sagte ein Händler. Die Ebit-Rendite im Autogeschäft war um gut einen Prozentpunkt auf 13,1 Prozent gesunken.

Der Autozulieferer hatte seine Ziele für 2017 bekräftigt und für das erste Quartal ein Gewinnplus ausgewiesen. Seit Jahresbeginn haben sich die Aktien mit einem Plus von aktuell gut 8 Prozent schlechter als der MDax entwickelt. Der Index legte 13 Prozent zu.

la/dpa
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