Montag, 22. April 2019

Am Ende des Tages Diese Olympia-Rekorde von Rio sind wirklich für die Ewigkeit

5. Teil: Der tiefste Tauchgang der Wirtschaft

Favela-Blick auf das Maracanã: Höher, schneller, weiter geht es mit Brasiliens Wirtschaft derzeit nicht
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Favela-Blick auf das Maracanã: Höher, schneller, weiter geht es mit Brasiliens Wirtschaft derzeit nicht

In Brasilien selbst mag die Feierlaune angesichts der tiefen Krise des Landes derzeit nicht ausgeprägt sein. Der Spruch vom "Land der Zukunft", das es auch immer bleiben werde, hat sich längst abgenutzt. Die Hoffnung, dass ein Gastgeberland von Olympischen Spielen oder ähnlichen Großveranstaltungen einen wirtschaftlichen Schub bekommt, ist sowieso schon von X Studien zerstört worden.

Aber rekordverdächtig ist Brasiliens Performance tatsächlich. Um 5,4 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt im jüngsten Quartal auf Jahressicht geschrumpft. Im Vergleich der G-20-Staaten gibt es für diesen Tauchgang locker die Goldmedaille. Während der Olympischen Spiele hat das mindestens seit 1932 kein Gastgeberland geschafft.

Die Wirtschaftsglosse im manager magazin
Jeden Freitag eröffnen Autoren aus der Print- und Onlineredaktion von manager magazin einen anderen Blickwinkel auf das Wirtschaftsgeschehen: Weniger kursrelevant, aber am Ende des Tages umso unterhaltsamer.

Arbeitslosenrate (11,3 Prozent), Haushaltsdefizit (10,3 Prozent) und Inflation (8,7 Prozent) reichen zwar nur so eben für Medaillenplätze. Aber auf der andere Seite steht ein offizieller Leitzins von 14,25 Prozent. Plus! Um den zu toppen, muss man sich schon an die Nachbarn Argentinien und Venezuela wenden, die sich gar nicht mehr um Olympische Spiele bemühen. Japan wird das ganz sicher nicht zu den Spielen 2020 in Tokio schaffen.

Wer zahlt und wer verdient: Zehn Fakten zu Rios Olympia-Geschäft


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