Erfolgreich mit Galaxy-Smartphones Samsung kommt Apple immer näher

Florierende Geschäfte mit neuen Smartphones haben Samsung im zweiten Quartal zu dem besten Ergebnis seit mehr als zwei Jahren verholfen. Beim Umsatz liegen die Koreaner fast gleichauf mit dem Konkurrenten Apple.
Samsung-Smartphones auf der ifa in Berlin: Korea holt auf

Samsung-Smartphones auf der ifa in Berlin: Korea holt auf

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa

Der operative Gewinn von Samsung sei um 18 Prozent auf umgerechnet rund 6,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der südkoreanische Elektronik-Konzern am Donnerstag mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen von Anfang des Monats. Während Erzrivale Apple  zuletzt das zweite Quartal in Folge einen Umsatzrückgang erlitt, steigerte Samsung (Kurswerte anzeigen) die Erlöse in den drei Monaten von April bis Juni binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf rund 40,5 Milliarden Euro.

Damit liegt Samsung beim Quartalsumsatz nur noch minimal hinter dem Konkurrenten Apple, dessen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent auf 42 Milliarden Dollar eingebrochen war. Apple ist zwar weit profitabler als Samsung, beim Umsatz sind die beiden Handyriesen damit aber aktuell auf Augenhöhe.

Vor allem in der Mobilfunksparte lief es im abgelaufenen Quartal dank reger Nachfrage nach den neuen Galaxy-S7-Modellen rund. Hier schnellte der Umsatz um 57 Prozent nach oben auf den höchsten Wert seit zwei Jahren.

Samsung erwartet Gegenwind im zweiten Halbjahr

Noch im vergangenen Jahr schrumpfte das Geschäft, weil Apple mit dem größeren iPhone 6 dem Weltmarktführer Marktanteile im Obersegment abjagte. Die Sparte bleibt nun auf Kurs, 2016 erstmals seit drei Jahren den Gewinn wieder zu steigern.

Allerdings dürfte das Tempo im zweiten Halbjahr nicht zu halten sein, weil die Konkurrenz neue Modelle an den Start bringen werde, erklärte Samsung. Vor allem Apple könnte mit dem im September erwarteten iPhone 7 den Rivalen wieder unter Druck setzen. Rückenwind erhofft sich Samsung dann von einem Anziehen des zuletzt schwächelnden Komponenten-Geschäfts mit Chips und Bildschirmen.

la/reuters
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