Montag, 21. Oktober 2019

Fallende Chippreise Samsung-Gewinn halbiert sich

Samsung setzt große Hoffnungen auf die 5G-Version aus der Galaxy S10-Reihe sowie des neueren Galaxy Note 10. doch verdient Samsung mit Halbleitern das meiste Geld. Schwächelt hier der Markt, spürt Samsung das empfindlich.

Wegen fallender Chip-Preise erwartet der Technologieriese Samsung Electronics das vierte Quartal in Folge einen Rückgang des operativen Gewinns. Der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern aus Südkorea teilte am Dienstag in seinem Ausblick für das dritte Quartal 2019 mit, der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 7,7 Billionen Won (etwa 5,9 Milliarden Euro) sinken.

Dennoch lagen die Zahlen über den Markterwartungen. Die Aktien gewannen zuletzt etwas mehr als ein Prozent hinzu.

Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um 5,3 Prozent auf 62 Billionen Won. Genaue Geschäftszahlen legt der Konzern wie üblich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Schwächerer Chipmarkt setzt Samsung besonders zu

Seit Ende des vergangenen Jahres kämpft der Technologiekonzern mit den Folgen eines schwächeren Chipmarkts. Unter anderem belasteten ein Überangebot und auch der Handelsstreit zwischen den USA und China die Branche. Mit Halbleitern verdient Samsung mit Abstand das meiste Geld. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatte die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren und Mobilgeräte den Südkoreanern noch ein Rekordergebnis beschert.

Bei Smartphones setzt die Konkurrenz aus China den Marktführer stark unter Druck. Zuletzt konnte Samsung allerdings von den US-Sanktionen gegen den Konkurrenten Huawei profitieren.

Samsung setzt seine Hoffnungen unter anderem auf die 5G-Version aus der Galaxy S10-Reihe sowie des neueren Galaxy Note 10. Der Konzern hatte mit dem S10 5G das weltweit erste verfügbare Smartphone mit eingebautem Mobilfunkchip für die neuen Hochgeschwindigkeitsnetze im April auf den Markt gebracht.

Der größte Smartphone-Hersteller der Welt will Ende des Monats detaillierte Bilanzdaten veröffentlichen.

rei/dpa

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