Lufthansa protestiert gegen Rabatte Erster Ryanair-Linienflug aus Frankfurt gestartet

Ryanair-Maschine in Frankfurt

Ryanair-Maschine in Frankfurt

Foto: DPA/Fraport/Stefan Rebscher

Mit einer leichten Verspätung von 19 Minuten ist am Dienstag der erste Linienflug der irischen Ryanair aus Frankfurt gestartet. Die Boeing 737-8 mit der Flugnummer FR 4140 hob um 07.09 Richtung Mallorca ab, wie der Flughafenbetreiber Fraport auf Anfrage berichtete.

Der Billigflieger hat zunächst nur zwei Jets am Heimatdrehkreuz der Lufthansa  stationiert, das er lange wegen zu hoher Gebühren gemieden hatte. Damit werden zunächst vier Urlaubsziele in Spanien und Portugal angeflogen.

Auch mit Hilfe eines Fraport-Rabattprogramms für Neukunden soll die Flotte zügig ausgebaut werden. Bereits ab September werden 21 Ziele angeboten, ab Ende Oktober dann mit sieben Flugzeugen 24 Destinationen, darunter auch viele, die sich eher an Geschäftsleute richten.

Lufthansa und andere bereits in Frankfurt etablierte Gesellschaften haben mit scharfer Kritik auf das vom Land Hessen genehmigte Rabattprogramm reagiert und fordern gleiche Preise auf gleichen Strecken. Hessen ist auch Großaktionär von Fraport. Lufthansa-Chef Carsten Spohr zürnt, das Land schade damit seinem größten Arbeitgeber.

Lufthansa hat Fraport zudem mit einer Klage gedroht. Zuletzt hatte Condor-Chef Ralf Teckentrup der Fraport vorgehalten, die Kapazität des größten deutschen Flughafens passgenau für die Bedürfnisse des neuen Wettbewerbers auszubauen.

ak/dpa
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