Montag, 19. August 2019

Bieterstreit um Norwegian wirbelt Luftverkehrsmarkt auf Das sind die größten Billigfluglinien Europas

9. Teil: Ryanair

Ryanair-Flugzeug vor Frankfurter Terminal

Die Nummer eins bleibt jedoch Ryanair - im Billigflugsegment unbestritten, je nach Definition sogar im Luftverkehrsmarkt insgesamt. Das irische Unternehmen nennt sich seit 2016 Marktführer auf dem Kontinent. Zählt man statt der einzelnen Fluglinien die Konzernebene, hat sich die Lufthansa dank der Eurowings-Expansion im vergangenen Jahr jedoch wieder an Ryanair vorbeigeschoben.

Ryanair-Chef Michael O'Leary gibt unbeirrt hohes Wachstum vor - weitgehend im Alleingang, sieht man von kleinen Allianzen wie der aus Air Berlin herausgelösten Laudamotion ab. Stolz ist das Unternehmen auch auf den Spitzenplatz im Ranking der niedrigsten durchschnittlichen Ticketpreise. So kompromisslos billig sind die anderen Billigflieger nicht.

Ganz ohne Kompromisse lässt sich das Wachstum in diesem Wettbewerb aber nicht mehr bewerkstelligen, wie massenhafte Flugausfälle wegen Personalmangels 2017 zeigten. Norwegian warb offensiv um Ryanair-Piloten. Jetzt sind auch Gespräche mit Gewerkschaften für O'Leary nicht mehr tabu - gelöst sind die weiterhin für Streiks sorgenden Konflikte jedoch noch nicht.

Passagiere 2017: 130,3 Millionen

Umsatz: 7,15 Milliarden Euro

Gewinn: 1,45 Milliarden Euro

Flotte: 430 Flugzeuge

Flugziele: 216

(Geschäftsjahr 2018, vom 1. April 2017 bis 31. März 2018)

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