Samstag, 24. August 2019

Bieterstreit um Norwegian wirbelt Luftverkehrsmarkt auf Das sind die größten Billigfluglinien Europas

6. Teil: Eurowings

Eurowings-Airbus-Flotte

Zuletzt machte Eurowings eher negative Schlagzeilen, weil etliche Flüge ausfallen. Airline-Chef Thorsten Dirks schob das Chaos zunächst auf streikende Fluglotsen und Blitzeinschläge. Tatsächlich hat sich die Fluggesellschaft mit ihrem Wachstumstempo einschließlich der Übernahme eines Großteils der Pleite gegangenen Air Berlin wohl übernommen - die Organisation einschließlich des Personals, um die vielen neuen Flüge auch zu bestreiten, kommt hinterher.

Insgesamt kann sich Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr aber freuen, dass sein Plan aufgeht. Die erst seit 2015 zum Angriff auf konzernfremde Billigflieger gebündelten eigenen Billigangebote haben sich in kurzer Zeit etabliert. Auch der resultierende Tarifstreit mit der Kernbelegschaft der Lufthansa Börsen-Chart zeigen ist weitgehend befriedet. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich die Zahl der beförderten Passagiere beinahe. Das reicht für Platz vier unter den größten Billigfliegern Europas - und die Nummer eins unter den Ablegern etablierter Konzerne.

Passagiere 2017: 32,6 Millionen

Umsatz: 4,04 Milliarden Euro

Gewinn: 94 Millionen Euro (Betriebsergebnis)

Flotte: 250 Flugzeuge

Flugziele: 148

(Ergebnisse des Lufthansa-Geschäftsfelds Point-to-Point Airlines, einschließlich Brussels Airlines und Beteiligung an Sun Express)

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