Sonntag, 26. Mai 2019

Überschallflüge Richard Branson will von Tokio nach New York - in einer Stunde

Studie: Auch der europäische Flugzeugbauer Airbus arbeitet an neuen Überschallflugzeugen

Die Concorde ist seit einem Jahrzehnt Geschichte. Fliegen in Überschallgeschwindigkeit war nie wirtschaftlich. Doch Unternehmer Richard Branson macht dieses Thema zu seiner nächsten Zukunftsvision. Seine Flieger sollen natürlich vielfach schneller sein als das historische Vorbild.

Dallas - Die Rolle des visionären Multiunternehmers ist aktuell vor allem von Elon Musk besetzt. Richard Bransons Glanz verblasst im Vergleich etwas. Doch nun, kurz vor den neuen Geschäftszahlen von Musks Elektroautoschmiede Tesla Börsen-Chart zeigen, hat Branson sich wieder mit einem großen Zukunftsentwurf ins Gespräch gebracht.

"Wenn wir mit unserem Raumfahrtprogramm fertig sind, werden wir Überschallflugzeuge bauen, die viel, viel schneller fliegen werden als Concordes", sagte der Gründer der Virgin Group dem US-Fernsehsender CNBC am Dienstag. Auf der Erdumlaufbahn seien Geschwindigkeiten von 30.000 km/h (Mach 25) möglich, so ließen sich beispielsweise New York und Tokio in weniger als einer Stunde verbinden.

"Das ist nicht leicht, aber absolut machbar", erklärte der britische Milliardär. "Ich hoffe, noch zu meinen Lebzeiten" gab er als zeitliches Ziel an. Branson ist 63. Den Start der kommerziellen Weltraumflüge seiner Firma Virgin Galactic musste er mehrfach verschieben. Offiziell soll es noch in diesem Jahr losgehen.

Die britisch-französische Concorde, die Mach 2,23 erreichte und New York mit London oder Paris in gut drei Stunden verband, wurde 2003 nach 26 Jahren verlustreichem Flugbetrieb außer Dienst gestellt. Treibstoff- und Wartungskosten standen in keinem günstigen Verhältnis zur Kapazität. Doch auch Flugzeugbauer Airbus Börsen-Chart zeigen verfolgt die große Vision neuer Raketenflieger, die zudem sparsamer und umweltfreundlicher sein sollen als konventionelle Jets.

Zunächst ist Branson allerdings mit irdischeren Dingen beschäftigt. Anlass seines Interviews war eine Kundgebung, die er in Dallas für seine Fluglinie Virgin America veranstaltete. Unter dem Motto "Free Lovefield" verlangt der Unternehmer von den Stadtoberen in Texas, zwei Gates am örtlichen Lovefield-Flughafen an Virgin zu vergeben. Nach der Fusion von American Airlines mit US Airways hatten die Kartellbehörde die Neuvergabe der Abflugkapazitäten verlangt. Die Stadt gibt aber dem Lokalmatador Southwest den Vorzug.

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