Mittwoch, 21. August 2019

Hapag-Lloyd und CSAV Reedereien-Fusion verzögert sich

Containerfrachter in Hamburg: Die Fusion könnte bis März geschafft sein

Ganz gemächlich schippern Hapag-Lloyd und die chilenische CSAV in eine gemeinsame Zukunft: Wollten die Containerreedereien einem Medienbericht zufolge eigentlich im Januar den Abschluss schaffen, steht nun März als neuer Termin - wenn keine größeren Hindernisse auftreten.

New York - Die mögliche Fusion zwischen der Containerreederei Hapag-Lloyd und ihrer Konkurrentin CSAV aus Chile könnte laut einem Pressebericht Anfang Februar einen Schritt weiter kommen. Wenn keine größeren Hindernisse auftauchten, dürfte eine Absichtserklärung innerhalb der nächsten drei Wochen unterzeichnet werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person dem "Wall Street Journal" (WSJ). Beide Unternehmen hatten im Dezember bestätigt, dass sie miteinander über einen Zusammenschluss sprechen. Bei Hapag-Lloyd war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Nach einer Absichtserklärung würden Vertreter der Unternehmen eine genaue Prüfung ihrer Bücher (Due Diligence) vornehmen. Die Fusion selbst könnte noch vor Ende März vollzogen werden, schreibt die Zeitung. Hapag-Lloyd würde zusammen mit CSAV von Platz sechs auf Rang vier der weltgrößten Reedereien vorrücken.

In den laufenden Gesprächen geht es laut "WSJ" noch um die Anteile, die die bisherigen Eigentümer an dem zusammengeschlossenen Unternehmen halten sollen. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll bei der Fusion kein Geld fließen. Vorgesehen sei, dass die Chilenen insgesamt rund 30 Prozent der Anteile an dem fusionierten Unternehmen erhalten.

Laut "WSJ" soll die Luksic-Familie, einer der Großaktionäre von CSAV, künftig ähnlich stark an Hapag-Lloyd beteiligt sein wie der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne. Kühne hält derzeit 28 Prozent an Hapag-Lloyd. Die Luksics sind mit 46 Prozent an CSAV beteiligt. Zu den Großaktionären von Hapag-Lloyd gehört mit gut 22 Prozent auch Europas größter Reisekonzern Tui Börsen-Chart zeigen, der sich seit Jahren von seinen Anteilen trennen will.

ts/dpa-afx

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