Fußball-EM und Olympia treiben Geschäft Puma erwartet Gewinnsprung - Aktie haussiert

Puma-Chef Björn Gulden: Im EM- und Olympiajahr 2020 will Puma mehr als 500 Millionen Euro Gewinn erzielen

Puma-Chef Björn Gulden: Im EM- und Olympiajahr 2020 will Puma mehr als 500 Millionen Euro Gewinn erzielen

Foto: Daniel Karmann/ dpa

Der Sportartikelhersteller Puma  setzt zum nächsten Sprung an. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen mit zwei sportlichen Großereignissen - der Fußballeuropameisterschaft sowie den olympischen Spielen - erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Die Aktie sprang am Mittwochvormittag zuletzt um mehr als 8 Prozent nach oben.

Das Coronavirus belastet allerdings die Geschäfte in China. Das Management um Konzernchef Björn Gulden zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die negativen Auswirkungen nur kurzfristiger Natur sein werden

Das operative Ergebnis (Ebit) soll 2020 von 440 Millionen auf 500 bis 520 Millionen Euro steigen, teilte Puma bei der Bilanzvorlage in Herzogenaurach mit. Der Konzerngewinn soll sich von 262 Millionen Euro 2019 deutlich verbessern. Beim Umsatz erwartet Puma einen währungsbereinigten Anstieg von rund 10 Prozent, und damit ein etwas schwächeres Wachstum als im Vorjahr. 2019 waren die Erlöse währungsbereinigt um knapp 17 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro gestiegen.

Belastungen im ersten Quartal - viele Läden in Asien geschlossen

Das erste Quartal dürfte jedoch sowohl bei Umsatz und Ergebnis durch das Coronavirus belastet werden, erklärte Puma. So seien derzeit mehr als die Hälfte der eigenen Geschäfte sowie Partnerläden geschlossen. Zudem sei die Entwicklung auch in weiteren Märkten, insbesondere in Asien, durch einen Rückgang des chinesischen Tourismus beeinträchtigt. "Wir werden kurzfristig alles tun, um den Schaden zu minimieren", sagte Konzernchef Gulden. Er hofft jedoch derzeit auf eine schnelle Normalisierung, so dass die Ziele für 2020 erreicht werden können.

2019 lief für Puma rund. Ein starkes Schlussquartal mit erneut zweistelligen Wachstumsraten sorgte dafür, dass das Unternehmen sein Ebit-Ziel leicht übertraf. Puma hatte erst zum dritten Quartal die Prognose leicht erhöht.

Höhere Dividende für Aktionäre - Aktie mit Kurssprung

Im vierten Quartal stiegen die Umsätze um knapp 21 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei gut 18 Prozent. Alle Regionen und Produktkategorien konnten prozentual zweistellig wachsen. Das Ebit nahm um knapp 47 Prozent auf gut 55 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis konnte sich mit fast 18 Millionen Euro um 55 Prozent verbessern. Die Zahlen fielen damit etwas besser aus, als von Analysten im Schnitt erwartet.

Aktionäre sollen nach der guten Entwicklung eine deutlich höhere Dividende erhalten. Puma will 0,50 Euro je Aktie zahlen, nach 0,35 Euro im Vorjahr. Das entspricht den Angaben zufolge einer Ausschüttungsquote von 28,5 Prozent. Das liegt im Rahmen der Dividendenpolitik des Unternehmens, 25 bis 35 Prozent des Konzernergebnisses an die Anteilseigner auszuschütten

la/dpa-afx
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