Dienstag, 26. Mai 2020

PSA steigert auch dank Opel Gewinn kräftig Peugeot glänzt vor Fusion mit Fiat Chrysler

PSA-Konzernchef Carlos Tavares ist voll des Lobes für die Tochter Opel. Die sanierte Marke hat erheblich zum Konzerngewinn im vergangenen Jahr beigetragen. Erstmals seit 17 Jahren sollen die Beschäftigten eine Prämie bekommen.

2. Teil: Tavares voll des Lobes für Opel - Erstmals Erfolgsprämie seit 17 Jahren

Der Portugiese Tavares war 2014 an die Spitze des damals vor dem Aus stehenden französischen Konzerns gerückt und hatte ihn binnen weniger Jahre mit einem harten Sparkurs in die Erfolgsspur gebracht. Drei Jahre später übernahm PSA Opel und sanierte die deutsche Traditionsmarke und ihre britische Schwester Vauxhall ebenfalls binnen kurzer Zeit.

"Opel ist ein fantastischer Erfolg", sagte Tavares. Die Früchte fährt PSA nun ein: Dank Einsparungen erzielte Opel 2019 eine bereinigte operative Rendite von 6,5 Prozent. Den Betriebsgewinn steigerte Opel im vergangenen Jahr auf 1,1 Milliarden Euro ausgebaut. 2018 noch hatte Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall einen operativen Gewinn von 859 Millionen Euro eingefahren.

Opel zahlt Mitarbeitern erste Erfolgsprämie seit 1997

Opel lässt seine Mitarbeiter am operativen Milliardengewinn aus dem vergangenen Jahr teilhaben. Jeder Beschäftigte in Europa erhalte eine Erfolgsprämie von 600 Euro, kündigte Opel-Chef Michael Lohscheller am Mittwoch in Rüsselsheim an. Es handele sich um den ersten Bonus seit 1997.


Lesen Sie auch: Carlos Tavares - Europas härtester Automanager


Den Reingewinn steigerte der PSA-Konzern um 13,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Daraus soll den Aktionären eine um mehr als die Hälfte aufgestockte Dividende von 1,23 Euro je Anteilsschein zufließen.

Der Konzernumsatz kletterte um 1 Prozent auf 74,7 Milliarden Euro, obwohl der Konzern mit Marken wie Peugeot, Citroen, DS und Opel deutlich weniger Fahrzeuge auslieferte als im Vorjahr. Das gelang vor allem durch den Verkauf profitablerer Stadtgeländewagen wie dem SUV C5 Aircross von Citroen.

Den Absatzrückgang begründete Finanzchef Rovira mit dem Rückzug aus dem Iran-Geschäft, dem Einbruch der Verkäufe in China und der schwachen Nachfrage in Argentinien. Dank des besseren Produktmixes machte PSA auch Belastungen durch Währungsschwankungen wett. Größte Baustelle ist das China-Geschäft, wo Peugeot wegen eines Absatzeinbruchs Verluste und Abschreibungen von insgesamt 700 Millionen Euro verbuchte. Als Konsequenz zieht sich PSA nun aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Chongqing Changan Automobile zurück.

rei/dpa/Reuters

Seite 2 von 2

© manager magazin 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung