Mittwoch, 11. Dezember 2019

Schrumpfkur geht weiter Procter & Gamble will Wella verkaufen

Bald nicht mehr Teil von P&G? Wella-Zentrale in Darmstadt-Weiterstadt

Duracell geht an Warren Buffett, das Rasierer-Label Braun befindet sich ebenfalls bereits im Angebot - jetzt will Procter & Gamble offenbar eine weitere bekannte Marke abstoßen: Einem Bericht zufolge lotet der Konsumgüter-Riese den Verkauf der Haarpflegesparte Wella aus.

Hamburg - Der weltgrößte Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble (P&G) setzt seine Verkaufstrategie fort und stellt eine weitere bekannte Marke ins Schaufenster: Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, bereitet P&G den Verkauf der Haarpflegesparte Wella vor.

Den Informationen zufolge bereitet die Investmentbank Goldman Sachs den Deal für P&G vor. Die Sparte könnte etwa fünf Milliarden Euro (6,2 Milliarden Dollar) wert sein, so der Bericht.

Procter & Gamble hatte im August erklärt, zahlreiche Geschäfte auf den Prüfstand zu stellen. Der Konzern wolle sich von Bereichen trennen, die die hohen Wachstumserwartungen nicht erfüllen, hieß es. Auf die Liste der zu verkaufenden Einheiten kamen unter anderem die deutsche Rasierer-Marke Braun sowie der Batteriehersteller Duracell.

Duracell wird der amerikanische Starinvestor Warren Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway Börsen-Chart zeigen übernehmen. Wie im November bekannt wurde, gibt Buffett dafür seinen rund zweiprozentigen Anteil am Henkel -Rivalen P&G im Wert von 4,7 Milliarden Dollar zurück. P&G wolle das Batteriegeschäft vor der Übergabe noch mit rund 1,8 Milliarden Dollar in bar ausstatten, hieß es zudem.

cr

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