Traumziele in Portugal Die zehn schönsten Strände der Algarve

Die portugiesische Algarve bietet Steilküsten und sanft abfallende Sandstrände, Surfer-Paradiese und einsame Buchten. Mehr als 100 Traumstrände warten darauf, entdeckt zu werden. Eine garantiert subjektive Top Zehn der besten Fleckchen zum Baden.
Von Michael Juhran
Die kleine Badebucht Praia da Boneca liegt unweit der Ponta da Piedade, sie ist zu Fuß nur bei Ebbe über einen kleinen Pfad zu erreichen.

Die kleine Badebucht Praia da Boneca liegt unweit der Ponta da Piedade, sie ist zu Fuß nur bei Ebbe über einen kleinen Pfad zu erreichen.

Foto: Michael Juhran / TMN

Strände gibt es an der Algarve viele, mit ganz unterschiedlichem Charakter. Welche Badestelle an der portigiesischen Südküste die schönste ist, darüber wird niemals Einigkeit herrschen.

Die folgende Auswahl enthält aber ziemlich herausragende Beispiele.

Bögen und Buchten: Ponta da Piedade

Unvergleichlich erscheint die Strandkulisse rund um den Leuchtturm von Lagos mit ihren 20 Meter hohen Felsformationen. Mit ihren Bögen, Grotten, Höhlen und kleinen Badebuchten gehört die Ponta da Piedade zu den beeindruckendsten und meistbesuchten Zielen an der Algarve. Die direkt angrenzende Badebucht Praia da Boneca ist aber zu Fuß nur über einen steilen Pfad in einer engen Schlucht zu erreichen und lediglich bei Ebbe zu betreten. Einfacher geht es per Boot, doch Achtung: Von den steilen Wänden droht Steinschlag!

100 Stufen zum Badeparadies: Praia do Camilo

Hier wird es oft voll: Der Zugang zum Praia do Camilo ist recht schmal, daher tummeln sich hier viele Touristen auf wenig Raum.

Hier wird es oft voll: Der Zugang zum Praia do Camilo ist recht schmal, daher tummeln sich hier viele Touristen auf wenig Raum.

Foto: Michael Juhran / TMN

Etwa einen Kilometer von der Ponta da Piedade entfernt lockt der Praia do Camilo Hunderte Sonnenanbeter an einen ähnlich pittoresken Strand. Von einem schönen Restaurant auf der Steilküste führen die 100 Stufen einer Holztreppe zu den zwei kleinen Badebuchten, die durch einen künstlichen Tunnel miteinander verbundenen sind. Weil der Zugang so bequem ist, wird es hier oft eng. Eine Alternative ist der nahe Praia Dona Ana.

Auf Schnorchelposten: Prainha

Am Prainha können Touristen durch viele natürliche Löcher und Spalten in den Felsen steigen - aber die oberste Priorität hat das Baden im Meer.

Am Prainha können Touristen durch viele natürliche Löcher und Spalten in den Felsen steigen - aber die oberste Priorität hat das Baden im Meer.

Foto: Michael Juhran / TMN

Vom Meereswasser stark zerklüftete Felsen trennen den Strand in verschiedene Abschnitte, die bei Ebbe durch natürliche Spalten und Löcher verbunden und begehbar sind. So erreicht man im Westen den sieben Kilometer langen Sandstrand von Alvor und im Osten kleine Buchten, die bei Flut jedoch größtenteils überspült werden. Die vorgelagerten Felsen ziehen Schnorchler an.

Auf dem Sprung: Praia do Carvalho

Der Praia de Carvalho ist bei Klippenspringern beliebt - sie springen aus bis zu 12 Metern Höhe ins Meer.

Der Praia de Carvalho ist bei Klippenspringern beliebt - sie springen aus bis zu 12 Metern Höhe ins Meer.

Foto: Michael Juhran / TMN

Schon der Zugang zu dem kleinen Strand östlich von Carvoeiro ist eine Herausforderung. Er lässt sich nur über einen steilen, von Hand in den Fels gehauenen Treppentunnel von der Steilküste aus erreichen. Felsen begrenzen die Bucht rechts und links, wagemutige Klippenspringer stürzen sich hier aus bis zu 12 Metern in die kühle Flut. Nichts für Sonntagsschwimmer!

Baden in der Kathedrale: Praia de Benagil

Bei Ebbe sinkt der Meeresspiegel am Praia de Benagil so stark, dass sich unter den Felsen ein fotogener Hohlraum bildet. Den erreicht man schwimmend oder mit dem Boot.

Bei Ebbe sinkt der Meeresspiegel am Praia de Benagil so stark, dass sich unter den Felsen ein fotogener Hohlraum bildet. Den erreicht man schwimmend oder mit dem Boot.

Foto: Michael Juhran / TMN

Weiter östlich, am Strand von Benagil, ist eine riesige Felshöhle der eigentliche Touristenmagnet. Schwimmend oder per Boot erreicht man bei Ebbe den als "Kathedrale" bekannten, vom Meer ausgespülten Hohlraum. Er findet sich auf vielen Postkarten der Algarve wieder. Die ruhige Küste ist ideal für Stand-up-Paddler, Kajakfahrer und Ausflugsboote, die zwischen Carvoeiro und Albufeira pendeln. Dabei lassen sich viele ruhige Buchten erkunden, die nur vom Wasser aus zugänglich sind. Wanderer werden auf einem zweistündigen Küstenwanderpfad zwischen Benagil und der Praia Marinha mit fantastischen Panoramablicken belohnt.

Vorsicht Steinschlag: Praia Marinha

Der Praia Marinha gilt wegen seiner imposantenâ Felsklippen als besonderes Schmuckstück der Algarve.

Der Praia Marinha gilt wegen seiner imposantenâ Felsklippen als besonderes Schmuckstück der Algarve.

Foto: Michael Juhran / TMN

Schon oft stand er auf unterschiedlichsten Traumstrandlisten ganz weit oben. Mächtige, bis zu 30 Meter hohe Felswände schützen den Strand vor Winden. Ganz im Westen lassen sich schwimmend große Felsentore und Grotten erkunden. Schnorchler können mit etwas Glück Seepferdchen entdecken. Der Strand zeigt aber auch die Gefahren der Felsalgarve: 1998 brach hier eine Felswand ab, deren Überreste heute noch den Zugang zum Westteil des Strandes erschweren.

Kinderparadies: Praia do Martinhal

Beliebt bei Familien mit Kindern: der Praia do Martinhal am Südwestzipfel der Algarve.

Beliebt bei Familien mit Kindern: der Praia do Martinhal am Südwestzipfel der Algarve.

Foto: Michael Juhran / TMN

Am Südwestzipfel der Algarve gelegen, ist der Strand von Martinhal besonders bei Familien mit Kindern beliebt. An dem flach abfallenden Strand gibt es einen Holzsteg für Kinderwagen, Rettungsschwimmer, mehrere Restaurants und ein großes Hotel, das auf Familien mit Kindern spezialisiert ist. Die Stadt Sagres ist nur einen Steinwurf entfernt und am Cabo de São Vicente versammelt sich allabendlich eine ansehnliche Schar in- und ausländischer Badegäste, um die rot glühende Sonne im Atlantik untergehen zu sehen.

Hort der Ruhe: Die Fischerinsel Culatra

Martina Kerk von Tourismus Algarve am Strand von Culatra.

Martina Kerk von Tourismus Algarve am Strand von Culatra.

Foto: Michael Juhran / TMN

Vor den Toren der Stadt Olhão lässt sich der Naturpark der Ria-Formosa-Lagune auf der Insel Culatra mit ihren kilometerlangen Dünenstränden in aller Ruhe genießen. Zusätzlich zu den etwa 1000 ansässigen Fischern, Muschelfarmern, Restaurantkräften und Leuchtturmwärtern verirren sich fast ausschließlich Portugiesen auf das kleine Eiland, das nur per Boot oder Fähre zu erreichen ist. Hotels gibt es hier und auf den benachbarten vier Inseln nicht. Die wenigen Gäste, die über Nacht bleiben, kommen in Fischerhäusern unter. Alle anderen erfreuen sich an der Bootsfahrt durch die Lagune, den nicht enden wollenden, fast menschenleeren Stränden und den frischen Conquilha-Strandmuscheln.

Im Fluss der Zeit: Praia Odeceixe

Am Praia Odeceixe fließt der Fluss Seixe ins Meer. Die Landzunge bietet Schutz vor der ansonsten heftigen Brandung. Ansonsten: Sand ohne Ende!

Am Praia Odeceixe fließt der Fluss Seixe ins Meer. Die Landzunge bietet Schutz vor der ansonsten heftigen Brandung. Ansonsten: Sand ohne Ende!

Foto: Turismo de Portugal / Antonio Sacchetti / TMN

Abwechslungsreicher geht es kaum. Im Norden bringt der Fluss Seixe Süßwasser und Schwemmsand an den Strand und schafft eine großflächige Landzunge, die bei Ebbe auch Kindern Schutz vor der ansonsten heftigen Brandung an der Westalgarve bietet. Weiter draußen auf dem Meer warten Surfer auf die perfekte Welle. Wer mag, kann auch im Süßwasser baden oder den Fluss hinaufpaddeln. Weiter südlich türmen sich dann steile Schieferfelsen am Strand auf, die den Praia das Adegas umschließen, einen der wenigen FKK-Strände Portugals.

Hotspot für Surfer: Praia do Amado

Die Wellen am Praia do Amado sind sehr abwechslungsreich, hier können sich Laien und Kenner auf den Brettern versuchen.

Die Wellen am Praia do Amado sind sehr abwechslungsreich, hier können sich Laien und Kenner auf den Brettern versuchen.

Foto: Michael Juhran / TMN

Hier treffen sich Surfer und diejenigen, die es einmal werden wollen. Am langgestreckten Strand zwischen roten und ockerfarbenen Felsen im Norden und schiefergrauem Gestein im Süden weht nahezu ständig eine steife Brise - sie bringt unterschiedlichste Wellenarten hervor. Dieses Phänomen zieht Surfschulen an und macht den Strand zu einem idealen Austragungsort für Surfwettkämpfe.

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