Donnerstag, 14. November 2019

Trotz FMC-Schwäche Fresenius verdient prächtig

Zentrale in Bad Homburg: Fresenius profitiert vom Generikageschäft und von zahlreichen Zukäufen

Fresenius hat den Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr dank des Generikageschäfts und zahlreicher Zukäufe gesteigert. Für das Gesamtjahr stellt der Medizinkonzern mehr Gewinn in Aussicht - trotz Schwäche der US-Tochter Fresenius Medical Care.

Bad Homburg - Der Medizinkonzern Fresenius hat ungeachtet eines Gewinnrückgangs bei der größten Tochter FMC die eigenen Erwartungen für den Überschuss angehoben. Fresenius schaue mit großer Zuversicht nach vorne, sagte Konzernchef Ulf Schneider.

Das bereinigte Konzernergebnis soll im laufenden Jahr um 11 bis 14 Prozent steigen. Bisher wurde ein Plus von 7 bis 12 Prozent in Aussicht gestellt. Beim Umsatz erwartet der Dax-Konzern weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg von 7 bis 10 Prozent.

Im ersten Halbjahr profitierte Fresenius von der Nachfrage nach Generika und den jüngsten Zukäufen. Ungeachtet dessen hatte sich Fresenius zuletzt von seiner defizitären Biotech-Sparte getrennt. Der Konzern will sich künftig auf seine vier großen Konzernsparten FMC, Kabi, Helios und Vamed konzentrieren.

Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Unter dem Strich stieg der um die Einmalkosten für die Integration des US-Unternehmens Fenwal bereinigte Überschuss um 11 Prozent auf 482 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Analysten hatten hier mehr erwartet. Die vielbeachtete EBIT-Marge war vom Margenrückgang bei FMC belastet und sank auf 14,5 Prozent nach 15,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Aktie von Fresenius Börsen-Chart zeigen legte dennoch vorbörslich bei Lang & Schwarz um 0,3 Prozent zu. Papiere von Fresenius Medical Care Börsen-Chart zeigen gaben 1 Prozent nach.

ts/dpa-afx

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