Mittwoch, 16. Oktober 2019

Zittern bei Reedereien und Fondsanlegern Hanjins Groß-Gläubiger sitzen in Hamburg und München

Reederei in Not: Vor zwei Monaten meldete Hanjin Insolvenz an - vor allem in Deutschland zittern seither Gläubiger um viel Geld

3. Teil: Schiffsfonds-Anleger von Conti bangen um fast 60 Millionen Dollar

Getoppt werden die ausstehenden Beträge dieser drei Reedereien lediglich von einer Gruppe von Gläubigern, die sich aufgrund eines verbindenden Elements zusammenfassen lassen: Es handelt sich um Fonds der Conti-Gruppe aus München.

Wie "Alphaliner" berichtet, sind bei Conti insgesamt zwölf Schiffs-Kommanditgesellschaften - die Rechtsform, die in der Vergangenheit üblicherweise für Schiffsbeteiligungen gewählt wurde - von der Hanjin-Pleite betroffen. Deren Forderungen summieren sich auf insgesamt beinahe 60 Millionen Dollar (55 Millionen Euro), so der Informationsdienst.

Zum Hintergrund: Conti gehörte in der Vergangenheit zu den Firmen, die am Schiffsbeteiligungsmarkt ein besonders großes Rad gedreht haben. Insgesamt umfasst die Flotte des Unternehmens eigenen Angaben zufolge derzeit 70 Schiffe, von denen zwölf offenbar an Hanjin vermietet wurden. Rund 1,7 Milliarden Euro von etwa 15.000 Privatanlegern seien im Laufe der Jahre für Investitionen in zusammen 144 Schiffsfonds eingesammelt worden, so Conti.

Spätestens seit der Hanjin-Pleite dürften nun also auch einige Hundert Anleger von Conti-Schiffsfonds um ihre Investments bangen. Eine Stellungnahme zu dem Thema war von Conti auf Anfrage nicht zu bekommen.

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Christoph Rottwilm auf Twitter
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