Crowdfunding-Investoren auf der Suche nach ihrem Geld Ex-Pixelpark-Chef Paulus Neef scheitert mit Yoga-Kette

Investoren, die zu Hochzeiten des Neuen Marktes in die Mediaagentur Pixelpark investierten, verloren beim Absturz des Unternehmens viel Geld. Nun nimmt Ex-Pixelpark-Chef Paulus Neef einen neuen Anlauf mit einer Yoga-Kette - und Investoren sind abermals auf der Suche nach ihrem Geld.
Hoch bewertet, tief gestürzt: Ex-Pixelpark-Chef Paulus Neef (Archivbild 2001) hat per Crowdfunding Geld von Investoren für eine Yoga-Kette eingeworben. Der Verbleib des Geldes ist unklar

Hoch bewertet, tief gestürzt: Ex-Pixelpark-Chef Paulus Neef (Archivbild 2001) hat per Crowdfunding Geld von Investoren für eine Yoga-Kette eingeworben. Der Verbleib des Geldes ist unklar

Foto: Peer_Grimm/ picture-alliance / dpa/dpaweb

Ein Crowdinvesting-Projekt des früheren Pixelpark-Chefs Paulus Neef wirft Fragen auf. Über die Finanzierungsplattform Companisto hatte Neef vor einem Jahr bei 258 Kleinanlegern knapp 200.000 Euro eingeworben. Dieses Kapital sollte als Anschubhilfe für den Aufbau einer Yoga-Kette dienen. Bis 2020 sollten rund 20 Studios in Deutschland, Österreich und der Schweiz eröffnen.

Das aufwendig beworbene Projekt scheint nach Recherchen des manager magazins allerdings zum Erliegen gekommen zu sein. Companisto hatte das Geld an Neefs Firma Unyte überwiesen.

Die Adresse www.unyteyoga war bis vor kurzem noch live. Unter der angegebenen Telefonnummer erreicht man niemanden mehr, Mails bleiben unbeantwortet. Und auch vom "Studio 1", das im Oktober eröffnen sollte, ist seit Monaten nichts mehr zu hören. Glaubt man Angaben bei Linkedin, dann sind führende Köpfe des Unyte-Teams längst weitergezogen.

Investoren besorgt: Was ist aus dem "Unyte"-Projekt geworden?

Paulus Neef: Unyte als "frühere Berufsstation"

Paulus Neef: Unyte als "frühere Berufsstation"

Foto: AP

Die Kreativdirektorin schied demnach bereits im vergangenen Juli aus, der "Director Expansion & Construction" im Dezember. Auch Paulus Neef selbst gibt Unyte inzwischen als "frühere" Berufsstation an, von "Mai 2015 bis Januar 2016 (9 Monate)".

Companisto gab auf Anfrage zu Protokoll, dass die exakt 188.715 Euro "termingerecht ausgezahlt" worden seien. Was seitdem mit dem Geld passiert ist, bleibt unklar. Neef ließ sämtliche Fragen des manager magazins zum Unyte-Projekt unbeantwortet.

Laut Companisto gibt es "eine Zweckbindung der investierten Gelder nur insoweit, dass die Gelder für das Unternehmen verwendet werden müssen. Dafür, dass die investierten Gelder nicht zweckmäßig verwendet wurden, haben wir keine Anhaltspunkte."