Paninis Umsatz mit Fußball-Klebebildern Flacht die Sticker-Laune der Deutschen auch 2018 weiter ab?

Powerpuff Girls, Giro d'Italia, Dragon Ball, Disney-Prinzessinnen - die italienische Panini-Gruppe, laut eigenen Angaben weltgrößter Verleger von Sammelprodukten, hat weit mehr im Angebot als ihre berühmten Fußball-Sticker. Wie die Grafik von Statista  zeigt, ist das Sticker-Business aber trotzdem noch stark von den alle zwei Jahre stattfindenden Großereignissen des Sports abhängig.

Den Top-Wert der Heim-WM 2006 (61 Millionen Euro Umsatz mit Stickern) konnte Paninis deutsche Tochter seitdem nicht mehr erreichen; zuletzt hatte Panini den Preis eines Tütchens mit fünf Klebebildern auf 90 Cent angehoben und dies mit steigenden Lizenzkosten seitens der FIFA begründet. Wer alle 682 Sticker sammeln möchte, muss damit gut 120 Euro ausgeben - natürlich nur im irrigen Falle, dass er oder sie keinen einzigen Sticker doppelt aus den blau-goldenen Verpackungen zieht.

Weil es im echten Leben wesentlich frustrierender zugeht, sei an dieser Stelle ein lesenswerter Artikel des Spiegel-Online-Kollegen Holger Dambeck  empfohlen. Er rechnet durch: Wie viele Tütchen müsste ich kaufen, wenn ich partout nicht tauschen will? Und sind die Sticker wirklich gleich verteilt? Die Vergleichbarkeit ist dabei durchaus gegeben: Im EM-Sticker-Album 2016 hatte Panini 680 Bildchen untergebracht.

luk
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