Samstag, 21. September 2019

Aktie mit Kursrutsch Oracle-Co-Chef Hurd nimmt Auszeit - Ellison übernimmt wieder

Muss künftig wohl wieder etwas mehr arbeiten: Oracle-Gründer Larry Ellison

Der Co-Chef des SAP-Rivalen Oracle, Mark Hurd, hat überraschend eine Auszeit angekündigt. "Ich habe entschieden, dass ich Zeit brauche, um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren", teilte Hurd am Mittwoch mit. Seine Aufgaben sollen zunächst von Oracle-Gründer und Tech-Vorstand Larry Ellison sowie Co-Konzernchefin Safra Catz mit übernommen werden.

Mark Hurd, Co-CEO von Oracle

Gleichzeitig legte Oracle nach Börsenschluss seinen Quartalsbericht vor - einen Tag früher als eigentlich geplant. In den drei Monaten bis Ende August sank der Nettogewinn demnach im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Die Erlöse stagnierten trotz guter Zuwächse im Cloud-Geschäft bei 9,2 Milliarden Dollar. Oracle machte unter anderem der starke Dollar zu schaffen, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert.

Analysten hatten mit mehr gerechnet. Die Aktie Börsen-Chart zeigen fiel nachbörslich um rund 6 Prozent. Auch der Rückzug von Hurd an der Konzernspitze belastete das Papier.

Hurd kam 2010 von Hewlett-Packard Börsen-Chart zeigen zu Oracle. Dort wurde ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen, weswegen er auf Drängen des Verwaltungsrats seinen Chefposten räumen musste. Eine spätere Untersuchung konnte ihm jedoch keinen Verstoß gegen Firmenrichtlinien nachweisen. Seit 2014 leitet er gemeinsam mit Safra Catz die Geschäfte des Softwarekonzerns.


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Der eigentliche Herrscher von Oracle ist aber nach wie vor Unternehmensgründer Larry Ellison. Als Cheftechnologe und Aufsichtsratsvorsitzender in Personalunion gibt der mittlerweile 74-Jährige im Führungstrio weiter die strategische Richtung vor.

mg/dpa-afx

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