Dienstag, 26. Mai 2020

General Motors prüft Verkauf - mal wieder Opels unendliches Drama mit GM

Opel-Chef Neumann, GM-Chefin Barra: Wechselvolle Geschichte

6. Teil: 2011: Sanierung und neue Verkaufsgerüchte

25. Februar 2011: Opel gibt seine Zahlen für das Jahr 2010 bekannt. Der Absatz ging um 2,4 Prozent auf 1,21 Millionen Fahrzeuge zurück - was exakt dem Sanierungsplan entspricht. Das Minus fiel mit 1,28 Milliarden Euro geringer aus als erwartet.

17. März: Überraschendes Stühlerücken bei Opel: Der bisherige Opel-Chef Nick Reilly wechselt an die Spitze des Aufsichtsrats. Neuer Chef in Rüsselsheim wird Karl-Friedrich Stracke, bislang Chefentwickler bei GM.

09. Juni: Die Opelaner müssen wieder zittern: Medienberichten zufolge soll GM einen Opel-Verkauf überlegen. Die Opel-Führung dementiert, die GM-Manager stellen sich erst Wochen nach den Gerüchten klar hinter ihre Europa-Tochter.

11. Juli: Einem Zeitungsbericht zufolge peilt Opel für 2012 Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe an. Die Marktanteile steigen europaweit leicht an.

09. November: Die Entspannung für Opel währt nur kurz: Nach einem Quartal mit Gewinnen rutscht Opel im dritten Quartal wieder in die roten Zahlen - ein Verlust von 214 Millionen Euro steht in den Büchern.

Personalwechsel und Werksschließung

Februar 2012: Die Ungeduld in der GM-Zentrale über das schlechte Abschneiden der Europa-Tochter Opel steigt: Innerhalb von wenigen Wochen schafft Opel neue Vorstandsposten für Kommunikation und Strategie - und tauscht den Vertriebschef aus.

29. Februar: GM kündigt an, mit dem französischen Autohersteller PSA Peugeot Citroen eine Allianz eingehen zu wollen. Opel und PSA sollen künftig drei Fahrzeuge gemeinsam bauen - allerdings erst ab 2016. Zudem sollen beide Unternehmen beim Einkauf zusammenarbeiten.

12. Juli: Nun erwischt es auch den Opel-Chef: Nach etwas mehr als einem Jahr an der Spitze muss Karl-Friedrich Stracke seinen Posten als Opel-Chef räumen. Interimschef wird wenige Tage später der neue Strategievorstand und Sanierungsexperte Thomas Sedran.

10. Dezember: Nach monatelangen Verhandlungen mit IG Metall und Betriebsräten verkündet Opel, was sich schon lange abzeichnete: Nach Ende 2016 werden keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut. Das traditionsreiche Werk mit seinen noch verbleibenden 3100 Mitarbeitern wird endgültig geschlossen.

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