Samstag, 30. Mai 2020

General Motors prüft Verkauf - mal wieder Opels unendliches Drama mit GM

Opel-Chef Neumann, GM-Chefin Barra: Wechselvolle Geschichte

5. Teil: 2010: Ringen um Staatshilfe und Imagekorrektur

Ringen um Staatshilfe und Imagekorrektur

8. Januar 2010: Opel-Chef Hans Demant muss seinen Posten an der Spitze des Autobauers räumen.

15. Januar: Reilly übernimmt offiziell das Steuer bei Opel.

21. Januar: Das Opel-Werk in Antwerpen mit seinen 2400 Mitarbeitern wird noch 2010 geschlossen.

22. Januar: Der Opel-Betriebsrat ruft die europäischen Mitarbeiter zu Protesten gegen die angekündigte Werksschließung auf.

09. Februar: Opel-Konzernchef Reilly stellt den Sanierungsplan vor. Danach sollen in Europa 8300 Stellen wegfallen. Allein in Deutschland werden demnach 3911 Jobs gestrichen.

2. März 2010: Nach anhaltender Kritik verdreifacht GM seinen Beitrag zur Opel-Sanierung auf 1,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig verlangt der Autobauer nun weniger Hilfe von den Regierungen.

21. Mai: Das Opel-Management einigt sich mit den Beschäftigten auf einen Beitrag der Mitarbeiter zum Sanierungsplan.

25. Mai: Als erstes Bundesland sagt Thüringen Bürgschaften für Opel zu und appelliert an die Bundesregierung, nicht zurückzustehen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bleibt skeptisch.

9. Juni: Brüderle lehnt den Antrag auf eine Milliardenbürgschaft des Bundes ab.

10. Juni: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät mit den Regierungschefs der vier Bundesländer mit Opel-Standorten über andere Lösungen. Die Länder sollen nun Bürgschaftsanträge prüfen.

15. Juni: Die Opel-Länder sagen zwar eine zügige Bearbeitung möglicher Anträge zu, können sich aber nicht auf eine Aufteilung der Kosten einigen.

16. Juni 2010: Opel und GM ziehen einen Schlussstrich. Auf Staatshilfen soll nun verzichtet und der Autobauer aus eigener Kraft saniert werden.

23. Juni: Opel-Chef Reilly erklärt, dass er bereits im Jahr 2011 die Gewinnschwelle erreichen will - vor Restrukturierungskosten allerdings. Zudem will er das Image der Marke aufpolieren.

06. August: Opel verspricht eine lebenslange Garantie für seine Neuwagen - ein Schritt, der für Aufsehen und eine Abmahnung der Wettbewerbszentrale sorgt.

17. November:GM kehrt an die Börse zurück - und schreibt dank seiner Blitz-Insolvenz bald Milliardengewinne. Wegen der Restrukturierung bleibt die Europa-Tochter Opel aber weiter defizitär. Opel-Chef Reilly rechnet mit 1,4 Milliarden Euro Verlusten für 2010. Der Druck auf Opel im GM-Verbund steigt.

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