Dienstag, 23. April 2019

Springer-Digitalstrategie zahlt sich aus Online-Anzeigen bewahren Springer vor Gewinnrückgang

Print verliert weier: In Springer-Sparte "Bild" und "Welt" ist der Gewinn sinkt Gewinn um ein Drittel gesunken

Axel Springer hat dank starken Wachstums seiner Online-Anzeigenportale den Gewinn im zweiten Quartal überraschend stabil gehalten. Das Betriebsergebnis (Ebitda) des Konzerns verharrte bei 147 Millionen Euro, teilte das Medienunternehmen am Dienstag mit.

Branchenexperten hatten mit einem Rückgang auf 133 Millionen Euro gerechnet. Axel Springer bekräftigte das Ziel, das Ebitda im Gesamtjahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz zu steigern. Vorbörslich stieg die Aktie bei Lang & um 1,1 Prozent an die Spitze des MDax.

Stütze des Konzerns war im abgelaufenen Vierteljahr erneut das Geschäft mit Rubrikenanzeigen im Internet, darunter die Jobbörse Stepstone und die jüngst unter gemeinsamer Leitung zusammengefassten Portale Immowelt und Immonet. Der Betriebsgewinn dieser Sparte schoss um 45 Prozent auf 77 Millionen Euro in die Höhe.

Gewinn mit Rubrikanzeigen im Internet schießt um 45 Prozent hoch

Belastet wurde das Ergebnis dagegen vom Geschäft mit den Flaggschiffen "Bild" und "Welt" und anderen journalistischen Angeboten. Aufgrund schrumpfender Werbeerlöse, rückläufiger Vertriebseinnahmen infolge sinkender Auflagen und hoher Ausgaben für den Ausbau der journalistischen Digitalangebote sackte der Gewinn dieser Sparte um ein Drittel auf 51 Millionen Euro ab.

Investitionen in das Preisvergleichsportal Idealo und andere Teile der Sparte für Vermarktungsangebote im Internet drückten den Gewinn dieses Segments um 9 Prozent auf 26 Millionen Euro.

Insgesamt trieb das wachsende Digitalgeschäft den Konzernumsatz um 7 Prozent auf 797 Millionen Euro in die Höhe. Axel Springer erwirtschaftet mittlerweile fast zwei Drittel der Erlöse und drei Viertel der Gewinne mit Digitalangeboten.

rei/reuters

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