Mittwoch, 18. September 2019

Schweizer Riese ändert Strategie Nestlé reagiert auf Druck von Investor Daniel Loeb

Nestle-Zentrale in Vevey

Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé Börsen-Chart zeigen hat einen Tag nach dem Einstieg des aktivistischen Investors Daniel Loeb eigene Pläne für die künftige Ausrichtung vorgestellt. Loeb fordert unter anderem den Verkauf der L'Oréal-Beteiligung und damit verbunden großangelegte Aktienrückkäufe.

Nestlé verfolgt laut einer Mitteilung vom Dienstag eine ausgewogene Strategie zwischen dem Wachstum beim Gewinn je Aktie, wettbewerbsfähigen Aktionärsrenditen und der Flexibilität für Übernahmen.

Die Heuschrecken kommen: Warum Loeb und Co Europa mögen

Künftig sollten Investitionen besonders auf den Ausbau jener Nahrungs- und Getränkekategorien konzentriert werden, die ein hohes Wachstum aufweisen, wie Kaffee, Produkte für Heimtiere, Säuglingsnahrung und Wasserprodukte. Zugleich liege der Fokus auf Regionen mit hohem Wachstum.

Aktienrückkauf von 20 Milliarden Schweizer Franken

Zudem kündigt Nestlé Börsen-Chart zeigen ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 20 Milliarden Schweizer Franken bis Ende Juni 2020 an. Bei größeren Übernahmen soll es entsprechend angepasst werden. Der Beginn des Programms ist für 4. Juli 2017 geplant.

Aggressiver Investor aus USA: Wer ist eigentlich Daniel Loeb?

Nach dem Bekanntwerden des Engagements von Loeb waren die Nestlé-Papiere am Montag auf ein Rekordhoch bei 86 Franken gestiegen. Am Dienstag schmolzen die deutlichen Gewinne ein Stück weit zusammen.

Der von Loeb geführte Hedgefonds TThird Point hält rund 1,25 Prozent an dem Schweizer Unternehmen. Aktivistische Investoren wie er sind dafür bekannt, öffentlich Druck auf die Unternehmensführung auszuüben, um mehr Wert für die Aktionäre zu schaffen.

la/dpa/reuters

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