Sonntag, 15. Dezember 2019

Vorstand bestätigt Jahresziel Munich Re muss im zweiten Halbjahr ordentlich zulegen

Das zweite Quartal ist nach vorläufigen Zahlen guten gelaufen, berichtet Vorstandchef Joachim Wenning
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Das zweite Quartal ist nach vorläufigen Zahlen guten gelaufen, berichtet Vorstandchef Joachim Wenning

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re Börsen-Chart zeigen hält trotz eines knappen Milliardengewinns im zweiten Quartal an seinen Zielen fest. Für das laufende Jahr rechnet Vorstandschef Joachim Wenning weiterhin mit einem Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in München mit. Für das kommende Jahr sieht Wenning die Munich Re auf Kurs, den Gewinn auf 2,8 Milliarden Euro zu steigern.

Doch während die Munich Re bei Großschäden wie Naturkatastrophen im zweiten Quartal glimpflich davon kam, gab es Belastungen etwa im Invaliditätsgeschäft in Australien. In den kommenden Quartalen dürften die Ergebnisse in der Lebens- und Kranken-Rückversicherung daher schwanken, warnte das Management. Das Gewinnziel der Sparte sei in Gefahr.

Im zweiten Quartal verdiente der Münchner Konzern dank geringer Großschäden und der Auflösung von Reserven für Basisschäden aus früheren Jahren 993 Millionen Euro - 36 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie in keinem anderen Quartal seit vier Jahren.

Auch die Erstversicherungstochter Ergo konnte ihren Gewinn um ein Viertel steigern. Die Munich Re hatte bereits im Juli bekanntgegeben, dass sie im zweiten Quartal rund eine Milliarde Euro verdient hat. Edward Morris von der US-Bank JP Morgan hatte in diesem Kontext von einem sehr starken Quartalsgewinn gesprochen. Das in Aussicht gestellte Konzernergebnis von 1 Milliarde Euro liege weit über seiner Prognose von 610 Millionen Euro.

rei/dpa

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