Montag, 19. August 2019

Saudi-Arabiens Prinz "Mr Everything" Dieser 30-Jährige will das Öl-Imperium neu erfinden

9. Teil: Der größte Triumph

Der größte Triumph des Kronprinzen ist Wohl sein Posten als Verteidigungsminister, den sein Vater vor dem Aufstieg zum König innehatte. Zeitweise diente der junge Mohammed bin Salman ihm als Berater, bis der damalige Monarch Abdullah den als zu ungestüm und machthungrig empfundenen Nachkommen auf Lebenszeit von den Fluren des Ministeriums verbannte. Angeblich versöhnten sie sich später, einig über die Notwendigkeit der tiefgreifenden Reform des Landes.

Auch in dieser Rolle deckt der Prinz Schwächen auf und lässt sich ganz ähnlich seiner deutschen Kollegin Ursula von der Leyen von professionellen Beratern helfen: "Wir sind der viertgrößte Rüstungskunde weltweit, aber in der Qualität unserer Waffen kommen wir kaum unter die Top 20."

Am meisten Wirkung entfaltet Mohammed bin Salman in diesem Amt jedoch als Kriegstreiber. Er gilt als der führende Kopf hinter den Angriffen auf die Huthi-Rebellen im Jemen, der erste große Krieg der Saudis seit Jahren. Der "Independent" zitiert aus einem Bericht des BND, der warnte, unter dem jungen Prinzen werde die bisher besonnene Außenpolitik der Saudis "impulsiv". Naiv und arrogant, fügt die Zeitung noch als Attribute hinzu.

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