Dienstag, 20. August 2019

Saudi-Arabiens Prinz "Mr Everything" Dieser 30-Jährige will das Öl-Imperium neu erfinden

11. Teil: ... aber zum Henker mit der Opposition

Keine Rücksicht: Protest im Irak gegen die Hinrichtung des schiitischen Predigers Nimr al-Nimr

Unversöhnlich zeigt sich Mr Everything jedoch als oberster Richter. An den hunderten von Hinrichtungen wie der des prominenten schiitischen Predigers Nimr al-Nimr im Januar gebe es nichts auszusetzen, das seien nun einmal die Entscheidungen der Gerichte - Eskalation in der Region und insbesondere gegenüber dem Iran hin oder her.

Das neue Saudi-Arabien betont zwar die alten Allianzen mit Türkei, Ägypten, Israel und vor allem den USA (deren Präsident Barack Obama in dieser Woche König Salman besuchte). Doch diese Verhältnisse sind angesichts der verflossenen Ölmacht brüchig geworden. Vor allem gegenüber den Amerikanern mischen sich zwischen die Treuebekundungen aus Riad auch Drohungen.

Wenn das Parlament in Washington ein Gesetz durchbringt, das Klagen von Opfern der Terroranschläge des 9. September 2001 gegen das Königreich zuließe, könnte Saudi-Arabien im Gegenzug 750 Milliarden Dollar an US-Vermögenswerten abstoßen, berichtete die "New York Times". Damit würde das Land zwar erhebliche Verluste riskieren. Aber die sind in der Welt von Mohammed bin Salman eben durchzuhalten.


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