Dienstag, 15. Oktober 2019

Fußball-Vermarktung 13 Millionen Euro pro einfachem Ligaspiel - die Premier League wird zum Goldstandard 

Es ist eine gigantische Summe: 2,3 Milliarden Euro wird die englische Premier League ab 2016 pro Jahr an TV-Geldern einstreichen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die zweitwertvollste Liga des Kontinents - ein grafischer Vergleich der neuesten Vermarktungsverträge.

Statista Bundesliga im Vergleich billig zu haben

Hamburg - Die englische Premier League baut ihre Vormachtstellung in Europa aus: Insgesamt 6,9 Milliarden Euro zahlen der TV-Sender Sky und der Internetanbieter BT Sport zwischen 2016 und 2019 für die Übertragungsrechte der Fußballliga. Das macht 2,3 Milliarden Euro pro Saison - oder mehr als 13 Millionen Euro für jedes der jährlich 168 übertragenen Spiele.

Wie die Grafik von Statistazeigt, kommt Italiens Serie A pro Saison auf nicht einmal halb so viel Geld: Zwischen 2015 und 2018 sind laut dem neuesten Vertrag 943 Millionen Euro pro Saison drin. Über 100 Millionen Euro weniger gehen an die 20 Vereine in Spaniens Primera Division. Das Besondere hier: Sie ist die einzige große europäische Liga, in der die Vereine eigenständig ihre TV-Vermarktung regeln - mehr als die Hälfte der 800 Millionen Euro Einnahmen gehen entsprechend an die beiden Branchenkönige Real Madrid und den FC Barcelona.

Die Bundesliga steht mit Jahreseinnahmen von 628 Millionen Euro derzeit noch auf Platz 4 von Europas Ligen. In der Saison 2016/2017 wird sie allerdings von Frankreichs Ligue 1 überflügelt: Ab dann werden die Franzosen jährlich 726,5 Millionen Euro von ihren TV-Partnern bekommen. Heute beläuft sich ihr Jahreswert von auf 607 Millionen Euro.


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