Freitag, 24. Mai 2019

Bergbaufirmen im Fusionsfieber Minenriese Barrick bläst Newmont-Übernahme ab

Goldmine von Barrick Gold in Argentinien: Die Minenfirmen befinden sich im Fusionsfieber.
REUTERS / Barrick
Goldmine von Barrick Gold in Argentinien: Die Minenfirmen befinden sich im Fusionsfieber.

Kooperation statt feindliche Übernahme im Goldbergbau: Der kanadische Konzern Barrick Gold will seinen US-Konkurrenten Newmont Mining nicht mehr übernehmen. Stattdessen planen beide Unternehmen nun ein Joint Venture im US-Bundesstaat Nevada, wie Barrick-Chef Mark Bristow am Montag mitteilte.

Newmont hatte vor einer Woche das Übernahme-Angebot von Barrick zurückgewiesen. Der kanadische Konzern hatte einen Aktientausch vorgeschlagen und hätte nach diesem Deal knapp 56 Prozent der Anteile an dem gemeinsamen Unternehmen gehalten.

Nun erklärte Bristow, die vereinbarte Kooperation beider Konzerne in Nevada sei der "beste Weg", das enorme Potenzial der dortigen Goldfelder auszuschöpfen und die Erträge zu maximieren. Das Joint Venture muss noch von den Regulierungsbehörden genehmigt werden.

Newmont ist selber gerade dabei, den kanadischen Konkurrenten Goldcorp für zehn Milliarden Dollar (8,9 Milliarden Euro) zu übernehmen. Die Aktionäre von Goldcorp müssen im April noch zustimmen. Durch das Ende der Übernahme-Offensive von Barrick ist ein Hindernis für die Fusion von Newmont und Goldcorp weggefallen.

Die knapper werdenden Goldreserven und wachsenden Förderkosten führen derzeit zu einer Serie von Allianzen und Fusionen in der Branche. So hatte Barrick kürzlich bereits die Übernahme des britischen Konkurrenten Randgold bekanntgegeben.

cr/afp

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