Mittwoch, 13. November 2019

Umbau zum Großhändler Metro erreicht Umsatzziele und macht Tempo bei Real-Verkauf

Metro: Umbau zum reinen Großhändler

Der Handelskonzern Metro hat seine Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2018/19 erreicht. Dank eines robusten Wachstums in Asien und Osteuropa stiegen die Erlöse per Ende September um 1,5 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Währungsbereinigt lag da Plus sogar bei 2,5 Prozent. Eine Baustelle ist für die Metro Börsen-Chart zeigen allerdings weiter das Russlandgeschäft. Hier gingen die Umsätze noch einmal um 5,4 Prozent zurück. Und auch auf dem wichtigen deutschen Markt waren die Umsätze leicht rückläufig.

Der Handelsriese befindet sich zur Zeit mitten in einem großen Umbauprozess. Konzernchef Olaf Koch will das Unternehmen zum reinen Großhändler machen. Der Verkauf der Supermarktkette Real erweist sich jedoch als zeitraubender aus ursprünglich gedacht: Geplant ist ein Verkauf von Real an den Immobilieninvestor Redos, der wiederum die Zerschlagung von Real plant. Der Verkauf der knapp 300 Real-Supermärkte soll laut Informationen aus Branchenkreisen in drei Etappen erfolgen. Außerdem brachte die Metro kürzlich den Verkauf des China-Geschäfts unter Dach und Fach.

Überdurchschnittlich gut war die Entwicklung im 4. Quartal, in dem die Erlöse um 3,9 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zunahmen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 2,7 Prozent. Auch im Schlussquartal waren Asien und Osteuropa (ohne Russland) die Treiber, während das Geschäft im deutschen Heimatmarkt stagnierte.

Der Konzern bekräftigte seine Jahresprognose für das operative Ergebnis (Ebitda). Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/19 will das Unternehmen am 12. Dezember vorlegen.

la/dpa

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