Aktie bricht ein Manz erleidet Rückschlag im Batteriegeschäft

Produktionsmaschine von Manz: Vorstandschef Manz fürchtet um die Jahresziele

Produktionsmaschine von Manz: Vorstandschef Manz fürchtet um die Jahresziele

Foto: Manz AG

Der Stopp bei einem wichtigen Projekt hat Aktionäre von Manz in Aufruhr versetzt. Die Titel von Manz Automation  brachen am Montag um ein Viertel auf 30,12 Euro ein. Das war der tiefste Stand seit vier Monaten. Der defizitäre Apple -Zulieferer gab am Wochenende bekannt, dass ein wichtiger Kunde ein Großprojekt gestoppt habe. Vorstandschef Dieter Manz fürchtet nun, die Jahresziele nicht zu erreichen.

"Das sind sehr schlechte Nachrichten für Manz", schrieb Equinet-Analystin Victoria Kruchevska in einem Kurzkommentar. Das Unternehmen versuche gerade, Vertrauen von Investoren zurückzugewinnen. Der Rückzug des Kunden zeige wieder einmal, wie unsicher der Markt sei, in dem Manz agiere. Zudem stehe noch die Frage im Raum, ob der Projektstopp etwas mit dem Einstieg eines chinesischen Investors zu tun habe.

Vor wenigen Wochen hatte sich der Maschinenbauer Shanghai Electric bei einer Kapitalerhöhung von Manz beteiligt und so einen Fuß in die Tür bekommen.

Ein Kunde habe ein Großprojekt im Geschäftsbereich Energy Storage gestoppt, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Deshalb werde der Vorstand nun kurzfristig mit dem Kunden Gespräche führen, ob dieser Auftrag noch zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt wird. Erst danach könne eine endgültige Aussage über die Auswirkungen auf die Jahresziele treffen.

Bislang peilt Manz 2016 eine signifikante Steigerung des Umsatzes an, nach 222 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll sich deutlich verbessern. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 58,2 Millionen Euro gemacht. Verschobene und stornierte Aufträge vor allem aus China hatten Manz im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt

la/dpa-afx