Dienstag, 2. Juni 2020

Rolex, Patek, Chanel und Tudor starten neue Messe in Genf Luxusuhren-Hersteller kehren Baselworld den Rücken

Glanz alter Zeiten: Auch Patek kehrt der Uhrenmesse Baselworld den Rücken
Patek Philippe
Glanz alter Zeiten: Auch Patek kehrt der Uhrenmesse Baselworld den Rücken

Die Uhren- und Schmuckmesse in Basel hat einen weiteren herben Rückschlag zu verkraften. Die Luxusuhren-Hersteller Rolex, Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor kündigten am Dienstag an, dass sie 2021 nicht an der traditionsreichen Baselworld teilnehmen werden. Stattdessen wollen die Firmen gemeinsam mit dem Branchenverband Fondation de la Haute Horlogerie (FHH) eine neue Messe in Genf ins Leben rufen.

"Wir nehmen seit 1939 an der Baselworld teil", erklärte Rolex in der gemeinsamen Stellungnahme der Firmen. "Leider haben wir angesichts der Entwicklung der Veranstaltung und der jüngsten Entscheidungen der MCH Group und trotz der großen Verbundenheit mit dieser Uhrenmesse beschlossen, uns zurückzuziehen."

Der Messerveranstalter MCH Group hatte die diesjährige Ausgabe der Baselworld wegen des Coronavirus' auf Januar 2021 verschoben. Die Veranstaltung hatte allerdings zuvor bereits merklich an Bedeutung verloren: Vergangenes Jahr hatte sich der Uhren-Weltmarktführer Swatch, der bis dahin auch größter Aussteller auf der Baselworld war, zurückgezogen.

MCH lehnte eine Stellungnahme ab. Das Unternehmen rechnet 2020 wegen der Verschiebung und Absage von Veranstaltungen infolge der Corona-Pandemie mit Umsatzeinbußen von bis zu 170 Millionen Franken. Im vergangenen Jahr belief sich der Konzernumsatz auf 445 Millionen Franken.

la/dpa

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