Beschäftigte der Catering-Tochter streiken Bordverpflegung bei der Lufthansa fällt aus

Lecker? Fluggäste der Lufthansa sollten sich von Donnerstag bis Samstag mal einen gesunden Apfel in die Tasche stecken. Denn die Bordverpflegung ist wegen eines Streiks in dieser Zeit auf vielen Flügen nicht sicher.

Lecker? Fluggäste der Lufthansa sollten sich von Donnerstag bis Samstag mal einen gesunden Apfel in die Tasche stecken. Denn die Bordverpflegung ist wegen eines Streiks in dieser Zeit auf vielen Flügen nicht sicher.

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Die Gewerkschaft Verdi hat kurzfristig für Donnerstag zu Streiks bei der Lufthansa-Catering-Tochter LSG Sky Chefs aufgerufen. Die Beschäftigten der LSG in Frankfurt am Main und München würden ab 0.00 Uhr in einen 24-stündigen Streik treten, teilte Verdi am Mittwoch mit. Von den Arbeitsniederlegungen würden "insbesondere Langstreckenflüge betroffen sein". Insgesamt sei davon auszugehen, dass es zu Ausfällen und Verspätungen kommen werde.

Verdi bat die Fluggäste um Verständnis und erklärte, sie hoffe darauf, "dass die Lufthansa-Tochter nunmehr endlich durch ein Einlenken weitere Arbeitskampfmaßnahmen unnötig macht." Hintergrund des Konflikts ist der bevorstehende Verkauf von LSG Sky Chefs an das Unternehmen Gate Gourmet. Die beschäftigten der bisherigen Lufthansa-Tochter befürchten deswegen Gehaltskürzungen.

"Wir fordern die LSG auf, das Einkommen der rund 7000 Beschäftigten tarifvertraglich abzusichern", forderte Verdi-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick. Bis heute sei dieses Versprechen des Vorstands nicht eingelöst.

Keine Flugausfälle, aber keine Bordverpflegung

Trotz des angekündigten Streiks will die Lufthansa an diesem Donnerstag ihr volles Programm fliegen. Allerdings könne auf innerdeutschen und Europa-Flügen voraussichtlich bis einschließlich Samstag keine Bordverpflegung angeboten werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt.

Auf der Langstrecke ab Frankfurt und München würden die Passagiere mit einem reduzierten Angebot aus vorbereiteten Verpflegungsboxen versorgt. Auf Flügen nach Deutschland gebe es hingegen das normale Angebot, weil an den ausländischen Flughäfen nicht gestreikt werde.

rei/dpa/afp
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